Gefragte Vielseitigkeit. Einiges über »unser« Fernsehballett
Aus UK 4/1981
von Volkmar Draeger
Erschienen in: Die andere Seite – Tanz in der DDR von 1975 bis 1997 (04/2026)
In vielen Unterhaltungssendungen des Fernsehens der DDR eingesetzt, dort mit seinen Beiträgen oft der »Punkt aufs i«; in live-Veranstaltungen im direkten Kontakt mit den Zuschauern das Fernsehballett, bekannt und beliebt. Günter Jätzlau, sein Leiter und Begründer, gibt Auskunft über die Arbeit dieses kleinen, ebenso fleißigen wie leistungsfähigen Ensembles.
Welchen Anforderungen muß eine fernsehspezifische Choreographie genügen?
Zum einen muß die Kamera ihren gesamten Aufbau verständlich und optisch wirkungsvoll fotografieren können. Zum anderen muß sie aus jeder Perspektive überschaubar sein, d. h. von jeder Kamera, von jeder Seite und mit jedem Objektiv aufgezeichnet werden können. Die wichtige Frage, inwiefern die Kamera zu einem dramaturgischen Partner geworden ist, wäre in einem eigenständigen Beitrag zu diskutieren.
Welche Funktion hat das Fernsehballett innerhalb eines Programms?
Es treibt mit seinen Beiträgen die Handlung voran, sofern die Choreographie handlungsbezogen ist, kann Hochstimmungen erzeugen oder nach dem Auftritt eines Stars neutralisieren. Mit seinen Tänzen steht es oft vermittelnd zwischen Nummern unterschiedlichen Genres bzw. stimmt auf die nachfolgende Darbietung ein. In jedem Fall schafft es dynamische Werte in einem Programm und gibt ihm Farbe.
Können Sie einige solcher Programme nennen?
Außer in den Standardsendungen »Ein Kessel Buntes«, »Da liegt Musike drin« und im Jahresendprogramm tanzt unser Ballett in vielen...
.jpeg&w=3840&q=75)















