Theater der Zeit

Meldung (Das Wichtigste vom Tag)

Dienstag, 15. September 2026

HoheLuftschiff Kindertheater erhält Max-Brauer-Preis 2026 ++ Kulturstaatsminister Weimer glaubt nicht an weitere AfD-Erfolge ++ Wadephul würdigt Bedeutung der Goethe-Institute zum 75-jährigen Bestehen ++ Kulturstaatsminister Weimer bringt Privatisierung des ZDF ins Gespräch

Assoziationen: Hamburg Sachsen-Anhalt Berlin Mecklenburg-Vorpommern Cornelia Funke Felicia Grau

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Hamburg: HoheLuftschiff Kindertheater erhält Max-Brauer-Preis 2026

Das HoheLuftschiff Kindertheater erhält den Max-Brauer-Preis 2026 der Alfred Toepfer Stiftung, wie das Theater mitteilt. Der mit € 20.000 dotierte Preis wird seit 1993 an Persönlichkeiten und Einrichtungen der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen. Das Preiskuratorium begründet die Entscheidung damit, dass das Theater Kindern und Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zu Theater und kultureller Bildung ermögliche und mit seiner partizipativen Arbeit Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders schaffe.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 24. September von 17.30 bis 19.30 Uhr im Deutschen Hafenmuseum statt. Die Laudatio erfolgt im Gesprächsformat zwischen der Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke und der Leiterin des NDR-Programmbereichs Kultur, Anja Würzberg-Wollermann. Geschäftsführerin und Intendantin Felicia Grau erklärt, der Preis sei eine Bestätigung, dass Orte wie das Theaterschiff wichtig für das kulturelle Leben Hamburgs seien, gerade da ein neues Schiff benötigt werde, um langfristig ein fester Anker für Kinderkultur zu bleiben.

 

Berlin: Kulturstaatsminister Weimer glaubt nicht an weitere AfD-Erfolge

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hält den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt für ein „singuläres Ereignis“, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Im „Zeit“-Podcast „Alles gesagt?“ äußerte Weimer die Einschätzung, dass die Partei kein vergleichbares Ergebnis mehr erzielen werde. Er geht davon aus, dass die AfD am kommenden Wochenende bei den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern deutlich schlechter abschneidet.

Weimer räumte laut dem Bericht ein, dass der Umgang mit den neuen Mehrheitsverhältnissen nicht einfach sei und nicht mehr ignoriert werden könne. Sich selbst bezeichnete er in dem Interview als „Team Brandmauer“.

 

München: Wadephul würdigt Bedeutung der Goethe-Institute zum 75-jährigen Bestehen

Anlässlich des 75. Geburtstags des Goethe-Instituts ist Bundesaußenminister Johann Wadephul an den Hauptsitz nach München gereist, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Er würdigte die Institute als Botschaften der deutschen Sprache und Kultur in aller Welt. Geplant war demnach ein Austausch mit den Beschäftigten weltweit per Video-Stream, auch mit Blick auf zunehmende internationale Spannungen.

Hintergrund ist laut Bericht die Schließung mehrerer Goethe-Institute in Russland: Erst am Sonntag mussten die Häuser in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk schließen. Dem war das von deutscher Seite verfügte Aus für das Russische Haus in Berlin vorausgegangen, mit dem die Bundesregierung auf die Russland zugeschriebene Drohnen-Attacke Anfang August am Leipziger Flughafen reagiert hatte. Gegen das Russische Haus bestehen zudem Spionagevorwürfe.

 

Berlin: Kulturstaatsminister Weimer bringt Privatisierung des ZDF ins Gespräch

Wie die Nachrichtenagentur KNA berichtet, hat der Staatsminister für Kultur und Medien, Weimer, bei einer rechtspolitischen Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin über eine Privatisierung des ZDF nachgedacht. Der Bericht beruft sich auf Teilnehmer:innen der nicht-öffentlichen Veranstaltung vom vergangenen Donnerstag. Demnach sagte der parteilose Politiker, man müsse überdenken, ob das bisherige System aus ARD und ZDF in der aktuellen Form weiter gebraucht werde. Weimer brachte zudem eine Zusammenlegung der ARD-Anstalten ins Gespräch und sprach laut Bericht von einem „Kleeblatt im System“ aus dann nur noch vier oder fünf Rundfunkanstalten in Deutschland.

Als Begründung nannte er laut KNA eine Belastung der privaten Medien, da die Öffentlich-Rechtlichen aus dem Rundfunkbeitrag finanziert würden. Die „RTLs dieser Welt“ stünden mit dem Rücken zur Wand, der Medienmarkt stelle sich heute als „Duopol“ aus Big Tech und Öffentlich-Rechtlichen dar. Eine Sprecherin des Kulturstaatsministers erklärte auf Anfrage des Deutschlandradios, man äußere sich nicht zu Berichten über eine nicht-öffentliche Veranstaltung.

 

Redaktionsschluss: 15:15 Uhr

Erschienen am 15.9.2026

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