Theater der Zeit

Nordrhein-Westfalen

Theaterstädte NRW
Foto: Theater der Zeit-Grafik

Kaum eine Region hat eine so dichte Bühnenlandschaft: Schauspielhaus Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Deutsche Oper am Rhein, Theater und Philharmonie Essen, dazu Festivals wie Ruhrtriennale, Impulse und Fidena sowie eine lebendige freie Szene um FFT Düsseldorf, Tanzhaus NRW und Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Zugleich prägt Kulturpolitik im Ministerium die Stimmung: Landeskulturministerin Ina Brandes (CDU) feiert neue Intendanzen – Andreas Karlaganis in Düsseldorf, Lydia Steier als jüngste Ruhrtriennale-Chefin –, während in der freien Szene, etwa beim Impulse Festival, Kritik an ihren Budgetkürzungen anhält. Auch Köln blieb von Einsparungen nicht verschont.

Berichte

Neu aus Nordrhein-Westfalen

  • Das Wichtigste vom Tag

    Freitag, 11. September 2026

    Landestheater NRW begrüßen Perspektive für langfristige finanzielle Absicherung ++ Akademie der Künste nimmt 18 neue Mitglieder auf ++ Maxime Pascal erhält Österreichischen Musiktheaterpreis

  • Marina Abramovićs „Balkan Erotic Epic“ macht die Duisburger Kraftzentrale zur begehbaren Ritualwelt zwischen Fruchtbarkeit, Tod und Balkan-Folklore.

    Auftritt

    Ruhrtriennale: Brustmassage über Gräbern

    „Balkan Erotic Epic“ von Marina Abramovic – Regie & Konzept Marina Abramovic, Co-Regie Georgine Maria-Magdalena Balk, Choreografie-Regie Blenard Azizaj, Langzeit-Performance-Regie Billy Zhao, Filmregie Nabil Elderkin, Bühnenbild Anna Schöttl, Kostümdesign Roksanda …

    von Stefan Keim

    Foto: Marco Anelli

Spielorte

Theater in Nordrhein-Westfalen

Alle Spielorte
SiegenApollo

Foto: Naegelefoto

KölnArkadas Theater - Bühne der Kulturen

Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

KölnArtheater

Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

KölnBürgerhaus Stollwerck

Foto: CCL 2.0

DuisburgDuisburger Kinder- und Jugendtheater (ReibeKuchenTheater im KOM'MA)

Foto: https://www.kommatheater.de/spielstaette

KölnFreihandelszone – ensemblenetzwerk köln

Foto: Martin Rottenkolber

Globe Neuss

Foto: Maurice Kaufmann

DüsseldorfJunges Schauspielhaus

Foto: Sebastian Hoppe

KölnKabarett A-Z
EssenKatakomben Theater Essen

Foto: Foto: Holidaycheck

KrefeldKRESCHtheater

Foto: Stadt Krefeld

KölnStudiobühneköln

Foto: Von © Raimond Spekking / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18210424

NeussTheater am Schlachthof

Foto: Von Dennis Prang - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76948220

ErkrathTheater Anderswo

Foto: Foto Beate Sarrazin

BonnTheater die Pathologie

Foto: Theater die Pathologie

RecklinghausenTheater Gegendruck

Foto: Foto Marcel Reidock.

KölnTheater im Bauturm

Foto: Von Duhon - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6704770

BielefeldTheaterlabor im Tor 6

Foto: Foto Jörn Josiek

BonnTheater Marabu

Foto: Foto: Theater Marabu, Claus Overkamp

Kalender

Kommende Premieren in Nordrhein-Westfalen

September 2026

16.09.2026

AS WE AREDSETanz

Ruhrtriennale

Gebläsehalle, Landschaftspark Duisburg-Nord

Regie: Germaine Acogny, Gregory Maqoma, Alesandra Seutin

Bühne: Fabiana Piccioli

  • Oben und rechts: „Ulysses“ in Kassel, Bert Zander an der Kamera.

    Akteure

    TdZ+
    Fotostrecke

    Regie mit Delay

    Bert Zander lernte Theater als Videodesigner sehen und verstehen, bevor er es inszenierte

    Videokünstler und Späteinsteiger Bert Zander inszeniert in Kassel Ulysses nach James Joyce: Ensemble zieht durch die Stadt, wird live übertragen, während Molly Bloom im Bett auf dem Delay der Bilder zwischen Vergangenheit und Gegenwart verharrt.

    Ich bin vor fast 50 Jahren in Weimar aufgewachsen, kein klassischer Bürgerhaushalt und kein Goethe im Bücherschrank, eher usbekische Märchen und Roussos im Plattenschrank.

    Bert Zander

    von Michael Helbing

    Foto: Isabel Machado Rios

  • Mögliches Zukunftsbild des Wuppertaler Schauspielhauses

    Bericht

    TdZ+

    Es geht um ein Theater neuen Typs

    Das Pina Bausch Zentrum in Wuppertal ist eins der interessantesten Theaterbauprojekte Deutschlands in einer gerade entscheidenden Phase

    Das Pina Bausch Zentrum in Wuppertal soll 2031/32 eröffnen: Archiv, Produktionszentrum und „Forum Wupperbogen“ vereint das von Diller Scofidio + Renfro entworfene Haus. Trotz explodierender Kosten von über 160 Millionen Euro steht im September die Ratsentscheidung an.

    Ein Ensemble aus 160 Amateuren, 20 Ensemblemitgliedern und 20 Studierenden hat unter der Schwebebahn getanzt. 6000 Menschen haben die Straße bevölkert und keine Autos. Es endete in einem Rave, alles geschah in einer zugleich aufregenden und vollkommen entspannten Stimmung. Das hat ein ganz anderes Bild von Tanz in die Stadt getragen.

    Bettina Milz

    von Stefan Keim

    Foto: Diller Scofidio + Renfro

  • Erste Probe des Gürzenich-Orchesters unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada

    Essay

    TdZ+

    Geplatzte Träume und umkämpfte Kompromisse

    In Nordrhein-Westfalen stehen viele Theater mitten in oder kurz vor der Renovierung

    Köln ist durch. Manche haben schon nicht mehr daran geglaubt, aber nun sieht es so aus, dass Oper und Schauspielhaus Ende September wahrhaftig wieder am Offenbachplatz spielen können. Die Sanierung …

    von Stefan Keim

    Foto: Sanierung Bühnen Köln

  • Umbau Produktionshaus Kampnagel Hamburg, Entwurf: Lacaton & Vassal Architekten, 2021, Baubeginn 2026

    Essay

    TdZ+
    Fotostrecke

    Von Kulturerbe, Ikonen und Ressourcen

    Zu aktuellen und längerfristigen Problemen des Erhalts von Theaterbauten in Deutschland

    An vielen Orten besteht Bedarf an der baulichen Transformation von Theaterhäusern – von der Instandsetzung über den Umbau bis zur Ergänzung oder zum Neubau. In einigen Städten gelingen diese komplexen Prozesse, während andere Städte an einer guten Lösung zu scheitern drohen oder im Stillstand verharren – die Ursachen sind so vielfältig wie die verschiedenen Stadtkulturen. Theaterbauten und ihre Transformation sind ein kulturpolitisches und gesellschaftliches Thema wie seit dem Theaterbauboom …

    von Annette Menting

    Foto: Lacaton & Vassal

  • Diego Rodriguez und Ari Notartomaso in „Rebel Rebel“ bei der Ruhrtriennale

    Auftritt

    TdZ+

    Ruhrtriennale: „West Side Bowie“ ohne Story

    „Rebel Rebel“ – Konzept und Regie Ivo Van Hove, Musikalische Leitung, Arrangements Henry Hey, Choreografie Sidi Larbi Cherkaoui, Bühne und Lichtdesign Jan Versweyveld, Videodesign Christopher Ash, Kostüme An D'Huys

    von Stefan Keim

    Foto: Jan Versweyveld

  • Für „Marxloh Music Circus“ – wurden die Duisburger Philharmoniker mit dem „Opus Klassik“ ausgezeichnet

    Bericht

    TdZ+

    Die vielstimmige Stadt als Theaterraum

    Der Künstler und Akademiedirektor Ludger Engels realisiert mit Studierenden an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg gesellschaftlich relevante Kunstprojekte

    von Elisabeth Maier

    Foto: Duisburger Philharmoniker

  • Gespräch

    TdZ+

    Die Selbstlüge des Theaterbetriebs

    Thusneldas Runder Tisch #05 – Im Gespräch mit Regisseurin Mizgîn Bilmen über Ironie als Gefahr für eine wehrhafte Demokratie, Kritik als einzige Handlungsmöglichkeit im dysfunktionalen (Theater-)System, postmigrantische Selbstbilder zwischen Romantisierung und Realität sowie die Frage nach der Selbsttäuschung des Theaterbetriebs.

    von Thusnelda Marín Jungmann

    In dieser Serie lädt Performer:in, Dramaturg:in und ehemalige:r Musicaldarsteller:in Thusnelda Marín Jungmann zum gemeinsamen Nachdenken darüber ein, wie Veränderungen der Institution Theater nicht nur ästhetisch, sondern ebenso strukturell gedacht werden …

    Foto: Charlie Casanova / Lina Wölfel

  • Szene aus „She Stands in the Middle of the Battlefield“ von Magda Szpecht.

    Bericht

    TdZ+

    Krieg &/vs. Kunst

    Zwischen Sahnetorte und Schweißarbeit: Impulse 2026 zeigt, wie Kunst im Spannungsfeld von Krieg, Krise und Prekarität Räume des Vertrauens behaupten will – vom Aperó-Foyer bis Fishbowl-Therapiesitzungen, in denen sich die Frage zuspitzt, für wen dieses Wahrheitslabor Theater eigentlich noch gemacht ist.

    von Thusnelda Marín Jungmann

    Foto: Karolina Jóźwiak

  • Die Jury des Mülheimer Dramatikpreises 2026: Regisseur Jan Gehler, Theaterkritikerin und Sprecherin des „Stücke“-Auswahlgremiums Sarah Heppekausen, Schauspielerin Vidina Popov, Autor und Dramaturg Christian Tschirner sowie Journalistin und Kritikerin Katrin Ullmann.

    Bericht

    TdZ+

    Seelenschau in Versform

    Das queere Märchen „Die kleinen Meerjungraun“ von Kim de l’Horizon hat die Jury am meisten überzeugt und gewinnt den Mülheimer Dramatikpreis. Anna Behringers Stück „Aufzeichnungen aus einem weißen Zimmer“ belegt den zweiten Platz

    von Stefan Keim

    Foto: Daniela Motzkus

  • Gespräch

    TdZ+

    Theater als friedenserhaltende Maßnahme?

    Thusneldas Runder Tisch #04 – Im Gespräch mit Kay Voges (Intendant Schauspiel Köln) über Theater zwischen populistischer Spaltung, Fakten als basisdemokratischer Boden und die Grenzen der Öffnung: Von wem wird für wen Theater zugänglich gemacht?

    von Thusnelda Marín Jungmann

    Foto: Marcel Urlaub/ Wikipedia Creative Commons/ Lina Wölfel

Produkte

Nordrhein-Westfalen

  • Spiel mit (Sprach-)Bildern: „Winterreise“ in der Regie von Zino Wey am Schauspiel Dortmund. Foto Birgit Hupfeld

    Auftritt

    TdZ+

    Schauspiel Dortmund: Funkelnde Tränen

    „Winterreise“, Ein multisensuales Poem nach dem Stück von Elfriede Jelinek in einer Fassung von Zino Wey und Ensemble – Regie und Bühne Zino Wey, Kostüme Pascale Martin, Musik Lukas Huber

    von Sascha Westphal

    Foto: Birgit Hupfeld

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