Theater der Zeit

Musiktheater

  • „Le Petit Pauvre d’Assise“, Musikalische Leitung Felix Bender, Inszenierung Kay Metzger am Theater Ulm, hier mit Samuel Levine als Franz von Assisi

    Essay

    TdZ+

    Hoffnungserzählungen

    Die Oper kann auch heute noch Utopien formulieren – aber auch gesellschaftliche Apokalypsen beschreiben

    von Stefan Keim

    Foto: Jochen Quast

  • Essay

    TdZ+ Pro

    Vom singenden Sprechen im Musiktheater

    Vom Rezitativ über Parlando und Melodram bis zur Dekonstruktion: Im Musiktheater wird Sprechen musikalisch gestaltet. Simultane Ensembles wie in Rigoletto perspektivieren den Text, bei Nono, Sciarrino und Eötvös löst sich das Wort von der Figur.

    Musikalische Verfahren und Gestaltungsmittel schreiben jedem Librettotext eine eigene Spur ein, die sowohl seine inhaltliche Bedeutung und Dialogstruktur als auch seine Klanglichkeit und raum-zeitliche Dimension verändert. Musik, im Besonderen der Gesang, schafft dabei eine Distanz zum Text, die den Zuhörer:innen neue Gedanken- und Erfahrungsräume öffnet.

    — Christiane Plank-Baldauf

    von Christiane Plank-Baldauf

  • Gespräch

    TdZ+ Pro

    „Wir müssen die Rezitative auf ihre szenische Aussage hin genau betrachten“

    Interview mit Regisseur und Studiengangsleiter Prof. Balázs Kovalik

    Mozarts Così fan tutte ausschließlich in Rezitativen: Das Unterrichtsprojekt der Theaterakademie führt das Stück in deutscher Übersetzung ohne Arien und Ensembles auf, löst die Figuren auf und richtet sich an ein Publikum von 14 bis 18 Jahren.

    Andere Künstler:innen haben sich für eine detaillierte Ausarbeitung der Rezitative interessiert und diese unglaublich plastisch gemacht. Manche haben mit ihnen weiter experimentiert, und die Freiheiten müssen wir uns auch nehmen. Wir müssen die Rezitative auf ihre szenische Aussage hin genau betrachten und vieles szenisch und musikalisch an und mit ihnen ausprobieren.

    — Balázs Kovalik

    von Balázs Kovalik und Susanna Werger

  • Ilaria Lanzino

    Thema

    TdZ+

    She knows her shit!

    Die italienische Regisseurin Ilaria Lanzino sucht im Musiktheater nicht nach der richtigen Haltung, sondern nach Widersprüchen

    von Lina Wölfel

    Foto: Valeria Mitelman

Produkte

Musiktheater

  • Zum Doppeljubiläum von Hans Werner Henze und der Münchner Biennale lässt Piyawat Louilarpprasert in „R3SIST4NC3 B0D1EZ“ Henzes politisch aufgeladene „Voices“-Lieder auf forensische Laborszenen, Roboterin Karla, Fast-Fashion-Fließbänder, TikTok-Feeds und „Make Klassenkampf great again“-Raves prallen.

    Auftritt

    TdZ+

    Biennale München: Tanz mit Karla

    „V01CES//B0¬D1EZ“ Musiktheater nach Hans Werner Henzes „Voices“ und Piyawat Louilarppraserts „R3SIST4NC3 B0D1EZ“ (UA) – Komposition Piyawat Louilarp­Prasert & Hans Werner Henze, Musikalische Leitung Bas Wiegers, Regie Amy Stebbins, Ausstattung Christian Wiehle, Video Alexander Hügel, Sound Design Georgios Maragkoudakis, Licht Design Ramona Lehnert

    von Teresa Pieschacón Raphael

    Foto: Cordul Treml

  • Bachmanns musikalische Sprache zum Klingen gebracht: András (Bela Scheuritzel), Prinzessin (Jelena Rakić), Ich (Larisa Akbari) und Prinz (Ángel Macías) in der Oper „Malina“ am Theater Aachen. Foto Annemone Taake

    Auftritt

    TdZ+

    Theater Aachen: Silbenflimmern im ewigen Krieg

    „Malina“ von Karola Obermüller und Peter Gilbert, Libretto Tina Hartmann (UA) – Musikalische Leitung Chanmin Chung, Inszenierung Franziska Angerer, Bühne und Kostüme Pia Dederichs, Video Fabio Stoll

    von Richard Lorber

    Foto: Annemone Taake

  • Ein düsterer, musikdramatischer „Europa“-Abend nach Lars von Trier in der Regie von Mart van Berckel erzählt am Theater Freiburg mit starkem Ensemble und spätromantischer Musik von Schuldverdrängung – und einem von rechts bedrohten Europa.

    Auftritt

    TdZ+

    Theater Freiburg: Reise zum Zivilisationsbruch

    „Europa“ von Lars von Trier und Niels Vørsel – Musikalische Leitung Artem Lonhinov & Johannes Knapp, Regie Mart Van Berckel, Bühne & Lichtdesign Vera Selhorst, Kostüme Elke von Sivers, Sounddesigner Mauro Casarini

    von Georg Rudiger

    Foto: Eike Walkenhorst

  • Man kann nicht nicht kommunizieren im luftleeren Raum: „YOU\ME/ALIEN“ eine Space Opera von Opera Lab Berlin im Theater im Delphi Berlin.

    Auftritt

    TdZ+

    Theater im Delphi: Houston, we have an Opera

    „YOU\ME/ALIEN“ eine Space Opera von Opera Lab Berlin (UA) – Regie Opera Lab Berlin, Musik Evan Gardner & Opera Lab Berlin, Musikalische Leitung Francesca Verga, Text Susan Stryker & Peach Kander, Video Samuel Chalela Puccini, Choreographie Sadie Shea

    von Iven Yorick Fenker

    Foto: Opera Lab Berlin

  • Motive von „GAIA-24“, komponiert von Roman Grygoriv und Illia Razumeiko

    Gespräch

    TdZ+

    Klavier im Fluss

    Der ukrainische Musiker und Regisseur Illia Razumeiko über das Labor Opera Aperta, die Freiheit des Musiktheaters und den nicht endenden Krieg im Gespräch mit Thomas Irmer

    von Illia Razumeiko und Thomas Irmer

    Foto: Denys Melnyk

  • Tim-Lukas Reuter als Einstein in „Der Chronoplan“, Regie Lorenzo Fioroni am Staatstheater Mainz. Foto Andreas Etter

    Auftritt

    TdZ+

    Staatstheater Mainz: Erkenntnis schadet nie

    „Der Chronoplan“ von Julia Kerr (UA) – Musikalische Leitung Gabriel Venzago, Inszenierung Lorenzo Fioroni, Bühne und Video Paul Zoller, Ko-Bühnenbildnerin Katharina Wegmann, Kostüme Annette Braun, Choreografie Fabio Toraldo

    von Otto Paul Burkhardt

    Foto: Andreas Etter

  • Die Operngeschichte ist voller verquaster Libretti. Dennoch schafften es viele Komponisten, daraus große Kunst zu machen. Gelingt das auch Matthias Pintscher mit „Das kalte Herz“ an der Staatsoper Berlin?

    Auftritt

    TdZ+

    Staatsoper Berlin: Das kalte Werk

    „Das kalte Herz“ von Matthias Pintscher (Musik) und Daniel Arkadij Gerzenberg (Text) – Musikalische Leitung Matthias Pintscher, Inszenierung James Darrah Black, Bühne Adam Rigg, Kostüme Molly Irelan, Licht Yi Zhao, Video Hana S. Kim

    von Teresa Pieschacón Raphael

    Foto: Bernd Uhlig

  • Christoph Marthaler
    TdZ+ Pro

    Verlagsarbeit mit Christoph Marthaler

    DER SCHWEIZER REGISSEUR3 ist heute einer der berühmtesten Namen im deutschsprachigen Theater, als Regisseur und Musiker erfolgreich, mit Preisen vielfach ausgezeichnet. Wir sahen ihn als Künstler anders, mangels einer schon …

    von Ute Nyssen

    Foto: Björn Jensen

  • Ansicht der zerstörten Würzburger Domstraße, 1945
    TdZ+ Pro

    memento belli

    »Hell ist die Nacht«, eine außerordentliche Eigenproduktion des Mozartfests Würzburg

    von Christine Dössel

    Foto: Sammlung Alexander Kraus

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Theater der Zeit 9/2026
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Theater der Zeit Heft 07/2008
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