Theater der Zeit

Schweiz

  • Open Access

    Kuratieren als kritische Praxis

    Yvonne Schmidt und Celestina Widmer untersuchen Kuratieren als kritische Praxis anhand von Theaterfestivals während der Covid-19-Pandemie. Ausgehend von der Institutionskritik zeigen sie, wie Kurator*innen durch den pandemiebedingten Stillstand gezwungen waren, Machtstrukturen, Entscheidungsprozesse und Arbeitsbedingungen zu hinterfragen. Anhand von sieben Schweizer und drei internationalen Festivals/Theaterhäusern, basierend auf qualitativen Interviews, analysieren die Autorinnen neue kuratorische Strategien wie geteilte Entscheidungsmacht, Residenzformate und sorgsamere Zusammenarbeit als Versuche institutioneller Transformation.

    Kulturinstitutionen wirken einerseits als gegenhegemoniale Instanzen, die künstlerische, politische, soziale und wirtschaftliche Ordnungen und Vorstellungen hinterfragen und umdenken. Andererseits funktionieren sie selbst nicht losgelöst von diesen Logiken.

    Yvonne Schmidt, Celestina Widmer

    von Yvonne Schmidt und Celestina Widmer

  • Dancer Rudzani Moleya, a medium-toned black woman, wears a long mustard yellow tunic and has her hair pinned up. They are sitting in the distance within a white background. Their reflection ripples all the way in a thin line across the screen. The words »underwater and surfacing our soil« appear above her head. Alexandrina Hemsley: Fountain, 2022, image description taken from social media of the artist.
    Open Access

    Care, Community and Contingencies: Artistic Practices Rooted in Access

    Nina Mühlemann untersucht im Rahmen des SNF-Projekts „Aesthetics of the Im/Mobile" an der Bern Academy of the Arts, wie behinderte und chronisch kranke Künstler*innen mit Im/Mobilität umgehen. Sie interviewte zwölf internationale Künstler*innen und entwickelte dabei eine „crip methodology" mit flexiblen Interviewformen. Anhand der Fallstudien Alexandrina Hemsley und Angela Alves zeigt Mühlemann, wie Embodiment, Digitalität, Community, Crip Time und Zugänglichkeit künstlerische Praxis prägen. Die Covid-19-Pandemie machte bestehende Arbeitsweisen behinderter Künstler*innen sichtbar und stellte Fragen nach kollektivem Zugang und institutioneller Unterstützung neu.

    The Disability community is magical but elusive: rarely is it as straightforward as marching with other self-identified crips through a city, sequined outfits glistening in the sunshine, disability pride slogans taped onto mobility aids. Sometimes it is lying on a sofa in Zurich, Switzerland, chatting on Zoom to a fellow disabled artist in London, who is lying on their sofa, snacking on Nori chips.

    Nina Mühlemann

    von Nina Mühlemann

    Foto: Alexandrina Hemsley

  • Kolumne

    TdZ+

    Monument und Performanz

    Hier schreiben unsere Kolumnist:innen im monatlichen Wechsel: der Kunst- und Theaterkritiker Max Glauner aus Zürich, die Schauspielerin und Regisseurin Mateja Meded und die Berliner Schriftstellerin und Filmemacherin Laura Laabs.

    Foto: privat

Produkte

Schweiz

Dossier

Stück Labor – Neue Schweizer Dramatik

Stück Labor Basel ist ein 2008 vom Theater Basel initiiertes Förderprogramm für Neue Schweizer Dramatik. Seit 2011 ermöglicht es jährlich ausgewählten Schweizer Autorenpersönlichkeiten, eine Saison lang an je einem renommierten Theater der Schweiz zu arbeiten. Sie entwickeln dort in engem …

  • Stück

    Stück Labor 2024/25

    Stück Labor – Brutstätte neuer Schweizer Dramatik

    von Michael Gmaj

    Seit seiner Gründung 2008 am Theater Basel ist Stück Labor das massgebliche Förderprogramm für zeitgenössische Schweizer Dramatik. In enger Kooperation der renommierten Häuser Theater Basel, Luzerner Theater und Bühnen Bern …

    Foto: Zeichnungen Daniel Zeltner

  • Recherche « a place to be », Open Futures Festival Gessnerallee Zürich, 2021
    TdZ+ Pro

    „Engagier mich!!“

    Die indische Künstlerin Living Smile Vidya über ihren aktivistischen Kampf in Indien und der Schweiz

    von Living Smile Vidya

    Künstlerin in Indien zu sein, lässt sich am besten als Selbstmord beschreiben! Wir haben kaum strukturelle Unterstützung vom Staat. Keine Förder­gelder werden vergeben, aber 99 Prozent davon gehen an Künstler:innen …

    Foto: Nelly Rodriguez

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