Bericht
TdZ+Ehrlich Verbunden
Das Fringify-Festival in Hamburg sucht nach Netzwerken und künstlerischer Vielfalt im Angesicht der Kulturkürzungen
von Leonard Kaiser
Assoziationen: Performance Freie Szene Hamburg Dossier: Festivals

A cute state oder acute State? Niedlichkeit und Notwendigkeit, Zärtlichkeit und Dringlichkeit. Das doppeldeutige Motto #acutestate durchzieht 2026 das Fringify-Festival der Freien Darstellenden Künste in Hamburg und öffnet die zentrale und reale Frage: Können wir den von Kürzungen geprägten Zeiten Verbindungen und Netzwerke entgegensetzen? Können wir in Zeiten der Diskontinuität etwas Gemeinsames, Nachhaltiges aufbauen?
Das vor zehn Jahren als „Hauptsache Frei“ gegründete Festival ist seither ein fester und überregional sichtbarer Bestandteil der Freien Szene Hamburgs geworden. Ksenia Ravvina und Alexandar Hadjiev haben in ihrer dreijährigen Zeit als Künstlerische Leitung des Festivals den Fokus auf Öffnung und Kooperationen gesetzt: Nicht mehr nur Arbeiten aus Hamburg sind vertreten, sondern regionale, überregionale und internationale Netzwerke sollen geknüpft und nachhaltig ausgebaut werden. Und auch in ihrem letzten Jahr setzen sie im Programm auf große Vielfalt an Perspektiven und künstlerischen Formen – von Lecture Performance über Audio-Walk, Klangkunst, Puppenspiel, Tanz und Live-Podcast. Mit dem F-Pavillon als Festivalzentrum entsteht außerdem ein Raum für Diskussions- und Austauschformate, in dem die Kontexte und Strukturen überdacht werden, in denen Kunst entsteht, aber der auch Begegnen, Ankommen und Vernetzen ermöglicht.
Going in
Einige meiner persönlichen künstlerischen Highlights: In „Oh Europa“ des Duos TÒ SU (Martina Mahlknecht & Martin Prinoth) stehen...

















