Bericht
TdZ+Zwischen Gegenwartsdrang und Festivalmüdigkeit
Die Hessischen Theatertage in Wiesbaden
Assoziationen: Hessen Theaterkritiken Dossier: Festivals Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Erschienen am 2.7.2026

In einigen Bundesländern gehört es zur guten Theatertradition, den Fokus in regelmäßigen Abständen aufs eigene Land zu richten. Bayerische und Baden-Württembergische Theatertage oder das Sächsische Theatertreffen zeugen davon. Dabei ist mal eine Jury aktiv, die nach den herausragendsten Produktionen fahndet, mal ein Motto ausgegeben. Auch in Hessen gehen solche Theatertage alle zwei Jahre über die Bühne. Dieses Jahr hat es das Staatstheater Wiesbaden erwischt, das zehn Tage lang viel mehr Produktionen bot, als es Publikum dafür gab. Das mag an der Hitze, den gerade erst im Mai absolvierten Maifestspielen, der letzten Spielzeitwoche oder am Programm selbst gelegen haben, wahrscheinlich an allem ein bisschen. Denn eigentlich war für jede und jeden etwas dabei, doch gerade diese schöne Offenheit führte zu einem etwas wahllos wirkenden Potpourri.
Zum Auftakt gab es die Mozart-Oper „Così fan tutte“ als Übernahme der Opéra national de Lyon. Der Schwerpunkt in den kommenden Tagen lag dann auf Schauspiel und Performance. Gleich drei Staatstheater befinden sich in Hessen (Darmstadt, Kassel, Wiesbaden). Dazu kommen die Stadttheater in Frankfurt am Main und in Gießen, das Landestheater in Marburg sowie zahlreiche Ausbildungsstätten, die unter dem Dach der Hessischen Theaterakademie vereint sind. Die auch überregional bedeutendsten Häuser sind das Frankfurter Künstler*innenhaus Mousonturm und...
Erschienen am 2.7.2026



















