Meldung (Das Wichtigste vom Tag)
Mittwoch, 09. September 2026
Mitarbeiter:innen der Goethe-Institute müssen bis 13. September ausreisen ++ Studie sieht Berliner Philharmoniker bei bis zu drei Milliarden Euro Wert ++ Sophia Michailidis übernimmt Geschäftsführung der DISTEL ++ Sae Tamura erhält neuen Tanzpreis des Ballett Dortmund
Assoziationen: Berlin Nordrhein-Westfalen Frank Voigtmann Theater Dortmund

Russland: Mitarbeiter:innen der Goethe-Institute müssen bis 13. September ausreisen
Russland setzt die zuvor angekündigte Schließung der Goethe-Institute im Land um, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Die Mitarbeiter:innen müssen demnach bis zum 13. September ausreisen. Die Kultureinrichtung betrieb neben ihrer Hauptstelle in Moskau weitere Niederlassungen in St. Petersburg und Nowosibirsk.
Zusätzlich gab Moskau bekannt, dass auch das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg bis zum 18. September schließen muss. Damit reagiert Russland auf die zuvor von der deutschen Regierung angekündigte Schließung des Russischen Hauses in Berlin und des russischen Generalkonsulats in Bonn. Hintergrund ist ein Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle, für den die Bundesregierung Russland verantwortlich macht. Moskau bestreitet, hinter der Tat zu stecken.
Berlin: Studie sieht Berliner Philharmoniker bei bis zu drei Milliarden Euro Wert
Die Berliner Philharmoniker haben einen hypothetischen Wert von zwei bis drei Milliarden Euro, wie Deutschlandfunk Kultur unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung BCG berichtet. Demnach widerlegt das Orchester das Vorurteil, klassische Musik sei teuer und eine Nische, und stellt sich als effizienter Kulturbetrieb mit erheblicher wirtschaftlicher Wirkung dar. Das Orchester beschäftigt Mitarbeitende, vergibt Aufträge an lokale Dienstleister und zieht ein Publikum an, das Hotellerie, Gastronomie und Mobilität in Berlin belebt.
Der Studie zufolge erzeugt jeder Euro öffentlicher Zuwendung einen Wert von bis zu drei Euro. Jährlich besuchen rund 250.000 Menschen die Konzerte der Philharmoniker in Berlin. Das Ensemble gastierte bereits in mehr als fünfzig Ländern und ist mit 3,1 Millionen Followern in den sozialen Medien das reichweitenstärkste Spitzenorchester der Welt.
Berlin: Sophia Michailidis übernimmt Geschäftsführung der DISTEL
Seit dem 1. Juli 2026 leitet Sophia Michailidis die Geschäfte des Kabarett-Theaters DISTEL, wie das Haus mitteilt. Die 31-Jährige bildet gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Frank Voigtmann die neue Führungsspitze des 1953 gegründeten Traditionshauses an der Berliner Friedrichstraße. Michailidis war bereits seit 2019 an der DISTEL tätig, zunächst als Bühnenmanagerin, später als Assistentin der Geschäftsführung.
Mit ihrer Berufung soll das Haus jünger und diverser werden, ohne die Tradition aufzugeben. Michailidis kündigt einen abwechslungsreicheren Spielplan, einen jüngeren Stil sowie einen höheren Frauenanteil bei Autor:innen und auf der Bühne an. Für die kommenden fünf Jahre strebt sie zudem ein größeres Ensemble an.
Dortmund: Sae Tamura erhält neuen Tanzpreis des Ballett Dortmund
Die japanische Tänzerin Sae Tamura ist mit dem neu geschaffenen Tanzpreis des Ballett Dortmund als „Tänzerin des Jahres“ ausgezeichnet worden, wie tanznetz.de berichtet. Der mit € 5.000 dotierte Preis würdigt herausragende künstlerische Leistungen innerhalb des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballetts. Initiiert wurde die Auszeichnung von Ballettintendant Jaš Otrin, gestiftet wird sie von der Sparkasse Dortmund, getragen von den Ballettfreunden Dortmund e. V.
Tamura gehört seit 2012 zum Ensemble des Ballett Dortmund. Zu ihren markantesten Rollen zählt die Verkörperung der Malerin Frida Kahlo in Annabelle Lopez Ochoas Choreografie „Frida“. Vorschläge für den Preis können sowohl von den Ballettfreunden Dortmund e. V. als auch von den Tänzer:innen des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballetts eingebracht werden, über die Vergabe entscheidet eine Jury. Dieser gehörten bei der ersten Vergabe Otrin, der Geschäftsführende Direktor des Theater Dortmund Tobias Ehinger, der ehemalige Ballettintendant Xin Peng Wang sowie der Vorsitzende der Ballettfreunde Dortmund e. V., Gerd Bollermann, an.
Redaktionsschluss: 14:59 Uhr
Erschienen am 9.9.2026

















