Bericht
TdZ+ ProPublikumsbefragungen aus zwei Jahrzehnten
Empirische Forschung
von Nicole Ruppert und Tom Mustroph
Erschienen in: Theater überall! – 20 Jahre Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum (11/2026)

Woher kommen die Besucher:innen der Festivals im öffentlichen Raum – aus der Stadt, der Region oder von weiter weg? Welche Altersgruppen sind auf Festivals unterwegs? Über welchen Bildungshintergrund verfügen die Menschen, die durch die Kunstform angezogen werden? Diesen und anderen Fragen wollte der Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum auf den Grund gehen und initiierte selbst bzw. über einzelne Mitglieder mehrere größere Publikumsbefragungen. Auch sollte den Veranstalter:innen der Festivals – in der Regel den Kommunen – Zahlenmaterial an die Hand gegeben werden, das die kulturpolitische Stellung der Festivals und deren Popularität als städtisches Kulturangebot untermauern sollte. Darüber hinaus sollten verschiedene Argumentationen überprüft werden, die für die Besonderheiten des Genres sprächen. Zu diesen Argumenten gehörten u. a., dass das Genre ein breites Spektrum an Besucher:innen und ein anderes Publikum erreiche als das herkömmliche Theater und dass diese Theaterform gemeinschaftsbildend wirke.
Bei der ersten Publikumsbefragung, die der Verband initiierte, wurden in den Jahren 2012/13 über 2000 Teilnehmer:innen bei sieben Straßentheaterfestivals in Deutschland befragt: Tête-à-Tête, Rastatt, Gassensensationen, Heppenheim, Straßentheaterfestival Ludwigshafen, ViaThea, Görlitz, La Strada, Bremen, Welttheater der Straße, Schwerte sowie im Mai 2013 beim Internationalen Straßentheater Festival Holzminden.
Die zweite wurde im Jahr 2024 anlässlich des Festivals BILDSTÖRUNG...















