Ruzzante è stato il primo e anche il più radicale satirico dell’Arcadia, dei suoi falsi pastori e nobildonne bugiarde che parlavano d’amore petrarcheggiando: deodorati e riccioluti in mezzo a pecore che non puzzano. Una sorta di palinsesto della pubblicità televisiva ante litteram.1
So feiert Dario Fo hymnisch den Theaterautor und Schauspieler Angelo Beolco aus Padua (um 1496–1541), genannt Ruzante, bei der Verleihung des Literaturnobelpreises 1997 als einen seiner Vorgänger.2 Den Namen Ruzante bezieht Beolco von der Hauptfigur seiner Stücke, einem ebenso naiven wie schlauen Bauern aus dem paduanischen Hinterland, den er auf der Bühne selbst verkörpert, so dass Ruzante auch sein Schauspielername wird. Ziel der Streiche und Listen der Figur Ruzante ist die Sicherung der roba, der existenziellen Bedürfnissen wie Essen, Trinken und Sexualität. Gespielt wird im paduanischen Dialekt. Ruzante ist also die Schlüsselfigur von Beolcos Konzeption des ‚snaturàl‘, des Natürlichen, das er jenseits der Commedia erudita auf die Bühne bringen möchte.3
Angelo Beolco debütiert wahrscheinlich in Padua mit dem von Dario Fo oben erwähnten Stück La Pastoral (1517 o. 1518);4 in den 1520er Jahren spielt er oft in Venedig, seine Schaffenszeit fällt dort mit der Blütezeit des venezianischen Theaters zusammen. In den Jahren 1529 und...