Theater der Zeit

Meldung (Das Wichtigste vom Tag)

Dienstag, 08. September 2026

Freilichtbühne erhält 9. Deutschen Amateurtheaterpreis amarena ++ Sieben Bühnen treten als „Theaterquartier West“ auf ++ Shortlist für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht ++ Éva-Marton-Gesangswettbewerb kürt Gewinner:innen 2026

Assoziationen: Nordrhein-Westfalen Berlin Sachsen Dana Vowinckel Wenke Seemann Peggy Mädler Annett Gröschner Schauspiel Leipzig Schaubühne Lindenfels

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Alfter: Freilichtbühne erhält 9. Deutschen Amateurtheaterpreis amarena

Die Freilichtbühne Alfter aus Nordrhein-Westfalen hat am 5. September 2026 den 9. Deutschen Amateurtheaterpreis amarena erhalten, wie der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) mitteilt. Erstmals reiste der BDAT zur Preisverleihung an den Wirkungsort der Preisträgergruppe, die im Mai 2026 aus sieben nominierten Bühnen ausgewählt worden war. Um die mit € 2.000 dotierte und vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien geförderte Auszeichnung hatten sich 118 Amateurtheatergruppen bundesweit beworben.

Vor rund 400 Zuschauer:innen zeigte die Freilichtbühne im Landschaftsschutzgebiet der Gemeinde Alfter eine Freilicht-Wanderinszenierung von „Der Wind in den Weiden“. Kuratoriumsmitglied Gifty Wiafe überreichte den Preis an Peter Esser, Vorstandsmitglied der Freilichtbühne. Zusätzlich wurde 2026 erstmals der Sonderpreis amarena PLUS für Senioren:innentheater vergeben: Er geht an das Seniorenkabarett „‚Die Lüneburger‘ gepfeffert und gesalzen“, das damit am 37. Europäischen Senior:innentheater-Forum im November 2026 in Bad Staffelstein teilnehmen darf.

 

Leipzig: Sieben Bühnen treten als „Theaterquartier West“ auf

Sieben Theater im Leipziger Westen treten ab sofort unter dem gemeinsamen Namen „Theaterquartier West“ auf, wie das LOFFT – DAS THEATER mitteilt. Unter dem Motto „1 Viertel. 7 Theater.“ schließen sich das LOFFT – DAS THEATER, die Musikalische Komödie, das Neue Schauspiel Leipzig, die Residenz des Schauspiel Leipzig, die Schaubühne Lindenfels, das Theater der Jungen Welt und das Figurentheaterzentrum Westflügel Leipzig zusammen. Sie machen damit sichtbar, was in den Stadtteilen Lindenau und Plagwitz über Jahrzehnte gewachsen ist: eines der theaterreichsten Quartiere Deutschlands.

Der Auftakt findet am Samstag, den 12. September 2026, statt. An diesem Tag wird die Vielfalt des Quartiers erlebbar – von Figurentheater über Kinder- und Jugendtheater, Musiktheater und Performance bis hin zu Tanz und Sprechtheater. Ziel des Zusammenschlusses ist es, den Leipziger Westen als Theaterstandort zu stärken und seine Vielfalt über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar zu machen.

 

Deutschland: Shortlist für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2026 veröffentlicht, wie die Stiftung mitteilt. Aus 20 Titeln der Longlist wählte die siebenköpfige Jury sechs Romane aus: „Die Lücken“ von Shida Bazyar, „Orca“ von Franziska Gänsler, „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ von Valeria Gordeev, „Schleifen“ von Elias Hirschl, „Selbstregulierung des Herzens“ von Peggy Mädler sowie „Anton und Alma“ von Dana Vowinckel.

Die nominierte Autorin Mädler hat mehrfach mit dem Performance-Kollektiv She She Pop zusammengearbeitet. Zuletzt schrieb sie gemeinsam mit Annett Gröschner und Wenke Seemann das Buch „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“, dessen Theateradaption 2025 in Dresden uraufgeführt wurde.

Der Deutsche Buchpreis wird am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen und ist mit € 25.000 dotiert.

 

Ungarn: Éva-Marton-Gesangswettbewerb kürt Gewinner:innen 2026

Der Éva Marton International Singing Competition hat, wie OperaWire berichtet, seine Preisträger:innen für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Den ersten Preis in Höhe von € 30.000 erhielt die russische Sopranistin Valentina Pravdina, die zudem den Publikumspreis sowie den Preis für das beste Liszt-Lied gewann.

Der zweite Preis, dotiert mit € 20.000, ging an den koreanischen Bassisten Seokjun Kim, der dritte Preis in Höhe von € 10.000 an die armenische Sopranistin Arpi Sinanyan. Tata Razmadze erhielt den Éva Marton-Sonderpreis mit Unterstützung der Ungarischen Akademie der Künste. Der Jury gehörten unter anderem Éva Marton, Peter Mario Katona und Dmitry Vdovin an.

 

Redaktionsschluss: 15:12 Uhr

Erschienen am 8.9.2026

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