Wiesbaden: Lebenswerkpreis des „Faust“ geht an Brigitte Fassbaender
Der Lebenswerkpreis des Theaterpreises „Der Faust“ geht in diesem Jahr an die Mezzosopranistin, Musiktheaterregisseurin und ehemalige Theaterleiterin Brigitte Fassbaender. Das teilt der Deutsche Bühnenverein mit.
Fassbaender, 1939 in Berlin geboren, wurde 1961 an die Bayerische Staatsoper engagiert und feierte mit Octavian im „Rosenkavalier“ ihren internationalen Durchbruch. Von 1999 bis 2012 leitete sie als Intendantin das Tiroler Landestheater in Innsbruck, zuvor war sie von 1995 bis 1997 Operndirektorin am Staatstheater Braunschweig. Als Sängerin und Lehrende widmete sie sich besonders dem Lied; als erste Frau nahm sie die drei großen Liederzyklen von Franz Schubert auf. Seit 2002 leitet sie das Festival Eppaner Liedsommer. Bis heute arbeitet sie als Opernregisseurin, im April 2027 feiert ihre Inszenierung von „Arabella“ am Badischen Staatstheater Karlsruhe Premiere.
Jurysprecherin Dorothea Hartmann, Co-Vorsitzende des Künstlerischen Ausschusses im Deutschen Bühnenverein, würdigt Fassbaender als Künstlerin, die das Musiktheater wie kaum eine Sängerin ihrer Generation geprägt habe. Die Gala zur Verleihung der „Faust“-Theaterpreise findet am 14. November 2026 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt und wird auf der Website des Deutschen Bühnenvereins live gestreamt.
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