Dossier
Sprechen
Sprechen heißt, Stimme zu erheben, Worte zu finden, gehört zu werden – und einander zuzuhören. Im Theater wird Sprache zur Handlung: Sie erzeugt Figuren, Räume und Beziehungen, kann verführen, verletzen, trösten oder Widerstand organisieren. Doch wer spricht eigentlich für wen, in welcher Sprache und unter welchen Bedingungen?
Dieses Dossier versammelt Texte über Stimme, Artikulation und Mehrsprachigkeit, über das Verhältnis von Körper, Sprache und Macht sowie über künstlerische Praktiken des Sprechens auf und jenseits der Bühne. Es fragt nach dem gesprochenen Wort als ästhetischem Material und als gesellschaftlicher Aushandlung.
- TdZ+ Pro
Das integrative Moment der deutschen Sprache im theatralen Kontext
Sprachliche Angleichungsprozesse sind immer wieder durch gesellschaftliche Dynamiken angetrieben worden, die oftmals wirtschaftliche Entwicklungsphasen begleiteten und sich rückblickend in der ostmitteldeutschen Region vor allem nach dem 15. Jahrhundert ereigneten. In …
von Uwe Hollmach
- TdZ+ Pro
Der Standard, die Akzente und Vergemeinschaftungen
1. Die Standardaussprache und der erste Jahrgang Schauspiel Wenn Studierende mich und mein Sprechen gelegentlich korrigieren, wird der Theorieunterricht zur praktischen Anwendung ihres neu erworbenen Wissens. Ein Wissen um die …
von Josef Bairlein
- TdZ+ Pro
Das Boot, Beckenbauer und der Dialekt
Klaus Steinbacher im Interview
von Klaus Steinbacher und Josef Bairlein
- TdZ+ Pro
Was ist eigentlich die Singstimme?
Salome Kammer im Gespräch mit Josef Bairlein und Susanna Werger
von Salome Kammer, Josef Bairlein und Susanna Werger
- TdZ+ Pro
Vom singenden Sprechen im Musiktheater
In die düster-martialisch wirkende Klangfläche des Orchesters mit ihrer starren, bohrend rhythmischen Grundstruktur schreiben sich nach und nach die Gesangsstimmen ein. Es sind die Stimmen der Toten, die im ersten …
- TdZ+ Pro
Recitar cantar
Das Rezitativ und seine Funktion im frühen Musiktheater bis Mozart
von Susanna Werger
- TdZ+ Pro
„Wir müssen die Rezitative auf ihre szenische Aussage hin genau betrachten“
Interview mit Regisseur und Studiengangsleiter Prof. Balázs Kovalik
von Balázs Kovalik und Susanna Werger
- TdZ+ Pro
Textflächen entziffern, Textflächen sprechen
Helmut Heißenbüttel: Friseurgeschichte (1965) man war sozusagen dabei als es dahin kam man konnte gar nicht anders als dabei sein und dahin kommen wenn man überhaupt irgendwo hinkommen wollte und …
von Helmut Becker
- TdZ+ Pro
Mit dem Schriftbild ins Gespräch kommen
Diese Publikation beleuchtet das Thema Sprechen aus der Perspektive unterschiedlichster theaterbezogener Berufsgruppen: Schauspieler:innen sprechen (selbstverständlich), Sänger:innen ebenso, Dramaturg:innen sprechen ihre Einführungen und Regisseur:innen erklären ihr Konzept meist, indem sie es …
- TdZ+ Pro
Wenn Klang eine Rolle spielt
Zur Bedeutung der Stimme in der Schauspielausbildung
von Anna Zackl
- TdZ+ Pro
Kein Kiesel, kein Korken
Mein Interesse an sprechtechnischen Hilfsmitteln, die professionelle Sprecher:innen im Entwickeln ihrer Fähigkeiten und bei einem gesunden und nachhaltigen Umgang mit ihrem Sprechapparat unterstützen, kommt aus einer weit gefächerten Praxis: Einerseits …
von Martin Harbauer
- TdZ+ Pro
Die Absicht trägt die Stimme
Das Zusammenspiel von Schauspielmethodik, Körper und sprachlichem Ausdruck
von Esther Kuhn
- TdZ+ Pro
Chorsprechen
Ansätze zur Textarbeit mit Laiendarsteller:innen und Schauspielstudent:innen
von Tim Schüler
- TdZ+ Pro
The Sound of Diversity
Lauter Seit geraumer Zeit ist meine Stimme lauter als die anderer. Anders gesagt: Seit geraumer Zeit wird meine Stimme besser gehört. Das liegt nicht zwingend daran, dass ich lauter sprechen …
- TdZ+ Pro
Sprechen in den Studiengängen Dramaturgie und Regie
Bettina Ullrich im Gespräch mit Marie-Theres Auer
von Bettina Ullrich und Marie-Theres Auer

von Philipp Weigand
Freeing the Natural Standard
Wer Sprechbildung an einer Schauspielschule unterrichtet, erlebt häufig, dass Studierende zwar an der korrekten Umsetzung der Standardaussprache interessiert sind. Deutlich geringer fällt jedoch meist die Begeisterung für tradierte Vorstellungen von …
Foto: Johanna Link
















