Ein Brief von Sewan Latchinian an eine echte Freundin
von Sewan Latchinian
Erschienen in: Freundschaft im Theater – Eine Suche auf und hinter der Bühne (11/2026)

Sehr geehrte Frau Gehrt,
heute möchte ich Ihnen einmal von Herzen danken für Ihr fürsorgliches Kümmern um zusätzliche Spendengelder für unseren Freundeskreis.
Sie sind seit vielen Jahren ein wahrhafter Engel der Abendkasse – nicht nur durch Ihre allabendliche Freundlichkeit und Zuverlässigkeit, sondern vor allem durch Ihr beherztes Agieren in einem ganz speziellen Augenblick: bei der Aushändigung kostenloser Eintrittskarten an das Publikum der meist sehr nachgefragten öffentlichen Vorstellungen der Studierenden.
Unzählige Eltern, Geschwister, Großeltern, Onkel und Tanten, Freunde und Freundinnen, Fans, Verehrerinnen und Verehrer sind dabei jeweils vor Ihrer Luke erschienen, und für sie alle waren Sie stets das erste Gesicht der Hochschule.
Sie haben deren Namen auf Bestelllisten identifiziert, Armbändchen herausgegeben, Zuspätkommer auf den Nacheinlass verwiesen, Opfer restlos ausgebuchter Vorstellungen getröstet, kurzfristige Ehrengäste noch nachträglich berücksichtigt, parallel Anrufe gemanagt – und dabei immer wieder beharrlich und ganz unabhängig vom Vorstellungsbesuch darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, mit ein paar Münzen oder Scheinen freiwillig unseren Freundeskreis – und damit indirekt die Hochschule – zu unterstützen.
Sehr oft ist es Ihnen so gelungen, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, nämlich die Vorfreude und Verbundenheit der Gäste in Großzügigkeit zu verwandeln.
Sie erweisen uns allen dadurch einen echten Freundschaftsdienst.
Da wirklich jeder...
















