Klaus Völker über seinen Gründungsbrief
von Klaus Völker
Erschienen in: Freundschaft im Theater – Eine Suche auf und hinter der Bühne (11/2026)
Assoziationen: Berlin bat-Studiotheater

Nachdem die CDU eine Koalition mit der SPD eingehen musste (die die Ost-Kunsthochschulen mit der HdK zu einer Berliner Gesamtkunsthochschule vereinigen wollte), war die nach der Wende erkämpfte Eigenständigkeit wieder gefährdet. Der „Sparzwang“ erbrachte neue Auflagen. So wurde von den Universitäten und Hochschulen erwartet, sich um Sponsoren zu bemühen. Der Nachweis, sich um Sponsorengelder bemüht zu haben, musste beim Aushandeln des Hochschulvertrags erbracht werden. Die „Musiker“ spielten zu Vereinsfesten, bei Hochzeitsfeiern betuchter Firmenchefs, so könnten doch auch die Schauspieldozenten und deren Schüler Gelder anschaffen, nicht ins eigene Portemonnaie, sondern für die Hochschulkasse. Das wollte ich nicht. Wir hatten ja ein Theater, das bat-Studiotheater. Dessen Aufführungen mussten gefördert werden. Ich beriet mich mit dem Anwalt Peter Raue, er entwarf eine Art Satzung, und ich gewann mithilfe eines Dozenten, der gute Kontakte mit seinen ehemaligen Schülern pflegte, die „Gründer“ eines Fördervereins. Wichtig wurde dann die Bemühung, möglichst viele Alumni anzusprechen und für den Gedanken zu begeistern, künftige Absolventen als Förderer zu gewinnen, sobald sie gute Engagements und gute Gagen erhalten.
















