Theater der Zeit

TdZ+ Pro

Arbeitskreis Tanz

Aus UK 9/81

von Volkmar Draeger

Erschienen in: Die andere Seite – Tanz in der DDR von 1975 bis 1997 (04/2026)

Bereits zum siebten Mal trafen sich in Neubrandenburg freischaffende Tanzsolisten zu einer republikoffenen Werkstatt. Diese inzwischen einwöchige Qualifizierungsveranstaltung geht auf eine Initiative der Generaldirektion beim Komitee für Unterhaltungskunst und des Arbeitskreises Tanz zurück und möchte den vielbeklagten Zustand ändern helfen, daß Qualität und Quantität der solistischen Tanzdarbietungen in der Unterhaltungskunst allzusehr vom Zufall abhängen. Was im Februar 1977 als umstrittenes Experiment begann, trägt mittlerweile den Charakter eines im Kursangebot vielseitigen Lehrgangs mit Tradition, an dem teilzunehmen für die relativ wenigen Tanzsolisten der DDR ebenso notwendig wie nützlich sein dürfte.

Von den rund 50 Kollegen, die in freiberuflichen Tanzdarbietungen mitwirken (einzeln, als Duo oder Trio), waren 21 dem Ruf an die Ballett-Stange gefolgt. Sicher empfand mancher es als ungewohnt, täglich anderthalb Stunden Klassisch zu trainieren (Leitung Dieter Janke); über die Notwendigkeit dieser Trainingsmethode auch für den Modern-Tänzer gibt es keine Diskussionen mehr. Christa Aust als Modern-Dozentin legte neben einem Bodenexercice ihr Hauptaugenmerk auf die Erarbeitung von Kombinationen bis hin zu längeren tänzerischen Abläufen, die neues Schrittmaterial vermitteln sollten und zugleich eine Stilistikschulung waren. Im kleineren Kreis lehrte Liesbeth Hagen Grundschritte des Step-Tanzes auf Wunsch der Teilnehmer. Der Unterricht des Gesellschaftstanz-Paares Strumpf in Lateinamerikanisch bedeutete eine Bereicherung für die Kollegen vom...

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