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Tanz in der DDR von 1975 bis 1997
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Assoziationen: Tanz Dietmar Fritzsche Volkmar Draeger Frank-Manuel Peter Siegfried Matthus Grita Krätke Roland Gawlik Tom Schilling Hannelore Bey Johann Kresnik Eberhard Rebling Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin Staatsoper Dresden Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz Theater Altenburg-Gera GmbH Komische Oper Berlin Theater Vorpommern (Greifswald) Theater Magdeburg Deutsches Nationaltheater & Staatskapelle Weimar Theater unterm Dach
- TdZ+ Pro
Kürzel der Zeitschriften und Zeitungen
TdZ: Theater der Zeit; 1946 bis März 1992 Zeitschrift, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Mai 1993 erste Neuausgabe, zweimonatlich, seit Anfang 2000 wieder monatlich, Verlag Theater der Zeit UK: Unterhaltungskunst – …
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Tanzensemble der DDR: »Mario und der Zauberer«
Aus TdZ 8/1975
Dietmar Fritzsche bespricht das Kurzballett Mario und der Zauberer im Programm »Frühlingsfeuer« des Tanzensembles der DDR. Gritta Krätkes Choreographie zu Siegfried Matthus’ Musik setzt den antifaschistischen Grundgedanken der Novelle beklemmend um.
Durch Überlagerungen von Aufnahmen und verfremdende Instrumentaleffekte erzielt Matthus eine außerordentlich »sprechende« Musikaussage, die an sein Kurzballett »Match« anknüpft und die musikalisch-szenische Ausdrucksvielfalt, die Geräuscheffekte einbeschlossen, noch erweitert.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin: »Der Dreispitz«/»Der Feuervogel«
Aus TdZ 7/1978
Dietmar Fritzsche beschreibt, wie Lothar Hanff und Eva Reinthaller in ihrer Feuervogel -Choreographie, angeregt von Béjart, das Märchen zur personifizierten Revolutionsidee wandeln. Mit Ausdruckstanz und klassischen Elementen überzeugt das Schweriner Ballett, ebenso in Rudolphs humorvollem Dreispitz.
Aus dem Feuervogel, dem schillernden, zwiespältigen Märchenwesen, wird die personifizierte Idee der Revolution. Der Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen, abstrakt demonstriert, ist auf die Ebene eines gesellschaftlichen Prozesses gehoben. Die Kostüme mit ihren Khaki-Blusons erinnern an gegenwärtige revolutionäre Auseinandersetzungen beispielsweise in Südamerika.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Staatsoper Dresden: »Ballett im Zwinger«
Aus TdZ 8/1978
Dietmar Fritzsche rezensiert »Ballett im Zwinger« im Rahmen der 1. Dresdner Musikfestspiele: vier Choreographien zwischen klassischer Anmut und Alltagsheiterkeit, darunter Fokins Chopiniana und drei Werke von Harald Wandtke.
Als Meister bewies sich Wandtke in seinem Kurzballett »Risiko« zu Musik des Berliner Flötisten und Komponisten Matthias Schmidt. In dieser gewitzt humorvollen Choreographie werden Herzensprobleme Jugendlicher tänzerisch dargestellt.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Bühnen der Stadt Nordhausen: »Apollo und Daphne«/»Die Erschaffung der Welt«
Aus TdZ 9/1978
Volkmar Draeger bespricht zwei Ballettabende in Nordhausen: Leo Spies’ Apollo und Daphne litt an schwacher, technisch unzureichender Choreographie (Günther Smigay); Milhauds Die Erschaffung der Welt gelang technisch etwas besser, doch Jazz-Elemente und klassische Choreographie divergierten.
Es wurde allzuoft nur mit den Armen getanzt, Endposen blieben unfixiert, Grand-jeté-Sprünge gerieten petit oder wurden zu bloßen Gängen, die Landung aus dem Sprung erfolgte häufig schwer und gelegentlich nicht exakt in der Richtung.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Stunde des Tanzes I
Aus TdZ 12/1978
Dietmar Fritzsche berichtet über die erste »Stunde des Tanzes« in Berlin, mit großem Publikumsandrang. Solisten mehrerer Ensembles wirkten mit; der Solidaritätsabend zeigte klassische, folkloristische und neue Choreographien, u. a. von Arila Siegert, sowie Hannelore Beys Rückkehr nach Krankheitspause.
Eine lange Publikumsschlange vor der Volksbühnen-Kasse noch kurz vor Beginn der ersten »Stunde des Tanzes«: die neue Veranstaltungsreihe in Berlin kann mit großer Resonanz rechnen!
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Erfurt: »Geschichte vom tapferen Schneiderlein«
Aus TdZ 3/1979
Dietmar Fritzsche bespricht Siegfried Tiefensees Kinderballett Geschichte vom tapferen Schneiderlein nach Norbert Solgas Libretto in Erfurt.
Solch lächerlich blöder Trottel von König wirkt dermaßen macht- und kraftlos, daß man sich fragt, wieso ihn das Volk nicht vom Thron gejagt hat. Auf diese Weise wurde zu einseitig an die Parteinahme der Kinder gegen den König und zu wenig an die Vermittlung eines realen Geschichtsbildes gedacht.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Neustrelitz: »Bernarda Albas Haus«
Aus TdZ 4/1979
Volkmar Draeger lobt die Neustrelitzer Ballettadaption von Lorcas Bernarda Albas Haus: Choreograph Fritz Dallmann fange mit knappen Mitteln die innere Dramatik zwischen Mutter und Töchtern ein.
Die Choreographie lebt weniger von Soli und artistischen Bravouren als von Konstellationen, Hierarchien. Sie will Beziehungen sichtbar machen zwischen Menschen, die dazu verdammt sind, miteinander zu leben, still, aber unbarmherzig gelenkt von einem tyrannischen Einzelwillen.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Halberstadt: »Die Schöne und das Tier«
Aus TdZ 4/1979
Dietmar Fritzsche bespricht die DDR-Erstaufführung von Emil Hlobils Ballett Die Schöne und das Tier am Volkstheater Halberstadt.
Für den die Premiere miterlebenden Komponisten Emil Hlobil war die Aufführung ein erfolgreicher Start seines Balletts in unserem Lande, für das Halberstädter Ballettensemble ein Schritt nach vorn in seiner künstlerischen Entwicklung.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Gera: »Die Erschaffung der Welt«
Aus TdZ 5/1979
Siebenmal kündigte der Geraer März-Spielplan einen Ballettabend an – welches Ballettensemble wäre nicht froh über eine Repertoire-Position solchen Gewichts. Kontinuität und Attraktivität der Arbeit bilden für diese Stellung der Geraer Truppe die Basis. Entsprechend verlief auch die Premiere Die Erschaffung der Welt.
- TdZ+ Pro
Riskantes Unterfangen? Ballett in Radebeul, Altenburg, Zwickau
Aus TdZ 7/1979
Volkmar Draeger vergleicht drei Ballettabende: In Radebeul überzeugt Günter Buchs komödiantische »La Fille mal gardée«, während Altenburgs »Aschenbrödel« und Zwickaus »Coppelia« an schwacher Choreographie und technischen Defiziten scheitern.
Abendfüllende Ballette an kleinen und mittleren Bühnen sind noch immer ein riskantes Unterfangen. Gute Ansätze hier und dort können nicht darüber hinwegtäuschen, daß es oft an Kraft, Kondition und technischer Reife fehlt, an Choreographen, die ihre Tänzer optimal einsetzen, und an guten Trainingsmeistern.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Tom Schilling im Gespräch
Aus TdZ 8/1979
Tom Schilling erläutert im Gespräch mit Dietmar Fritzsche seine Choreographie-Prinzipien: Gegenwartsbezug, Wahrhaftigkeit nach Felsensteins Vorbild, Repertoiregestaltung zwischen Erbe und Neuschöpfung sowie die Ausbildung des choreographischen Nachwuchses.
Dort, wo ein Stück mit künstlerischer Wahrhaftigkeit aufgeführt wird, findet es auch Anklang beim Publikum. Nichtssagende Aufführungen bleiben ohne Eindruck. Unsere Absicht muß es sein, nachwirkend auf das Publikum einzuwirken.
— Tom Schilling
von Dietmar Fritzsche und Tom Schilling
- TdZ+ Pro
Anziehende Gegensätze. Komische Oper Berlin: »Pastorale«/»Gajaneh-Suite«
Aus TdZ 12/1979
Tom Schillings lyrische Beethoven-Choreographie leidet im Ballettabend »Pastorale«/»Gajaneh-Suite« der Komischen Oper Berlin unter mangelnder Präzision, während Tschitschinadses temperamentvolle »Gajaneh-Suite« organische Kongruenz zwischen Tänzern und Orchester zeigt.
Auffällt bereits, daß der Choreograph das Wesen der Musik erlauscht (vielleicht auch eingedenk Beethovens »mehr Ausdruck der Empfindungen als Malerei«) und mehr Beachtung den größeren Perioden schenkt als motivischen Details. So entsteht eine zur musikalischen Komposition adäquate choreographische Form.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Von den Anfängen des Balletts in der DDR
Aus TdZ 12/1979
Eine schriftlich fixierte »Geschichte der Tanzkunst und des Balletts in der DDR« existiert 1979 noch nicht. Deshalb war eine Veranstaltung der Sektion Bühnentanz des Verbands der Theaterschaffenden als Vorarbeit für ein solches Buch gedacht. Choreographen und Pädagogen (leider keine Tänzer) der »Ersten Stunde« teilten Erinnerungen über ihr Schaffen in den Jahren 1945 bis 1955 mit.
- TdZ+ Pro
Staatsoper Dresden: »Wandlungen«
Aus TdZ 1/1980
Dietmar Fritzsche bespricht den dreiteiligen Ballettabend »Wandlungen« der Staatsoper Dresden: Harald Wandtkes Choreographien zu Dessaus »Bach-Variationen« und Strawinskys »Orpheus« sowie die erste DDR-Inszenierung von Kurt Jooss’ »Der grüne Tisch«.
Seit der Uraufführung 1932 erlebte [Der grüne Tisch] über 4000 Aufführungen – es gibt kaum einen bezwingenderen tänzerischen Appell gegen Krieg. Davon zeugte auch diese Aufführung.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Gera: »Schneewittchen«
Aus TdZ 2/1980
Volkmar Draeger bespricht Griesbachs Schneewittchen in Gera. Inge Berg-Peters’ Choreographie erzähle klar und kindgerecht, besonders die Zwerge sorgten für Komik.
Hochgestochene Dramatik, musikalisch angestrebt in der Glassarg-Szene, wird durch den stolpernden Zwerg choreographisch gebrochen und zurückgeführt auf ein von Kindern rezipierbares Niveau: heiter, unterhaltend, flüssig erzählend.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Heiteres und Nachdenkliches. Kammertanz der Komischen Oper
Aus TdZ 2/1980
Dietmar Fritzsche bespricht den Kammertanzabend Kontraste der Komischen Oper mit sechs Choreographien – u. a. Schillings Abendliche Tänze, Šmoks Amerikanisches Quartett, Bunsters politisches Werk sowie Rudolphs witziges eins plus eins – und lobt musikalische Sensibilität und tänzerischen Humor.
Manuela Bachmann und Bernd Ladig tanzten, pantomimisch aufgelockert, mit clownesker Drastik und herzhaftem Witz ein lustiges Duo über allerhand komische Situationen im Zusammenleben junger (Liebes-)Leute.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Staatsoper Berlin: Choreographenwerkstatt
Aus TdZ 4/1980
Dietmar Fritzsche berichtet von der Choreographenwerkstatt der Staatsoper Berlin, in der Hermann Rudolph und Dietmar Seyffert sieben neue Kurzballette vorstellten – von psychologischen Studien wie Die Tänzerin und Dunkle Serenade bis zu parodistischen Solos wie Übungen aus dem Hut.
Ein Hut wird in verschiedenartigste Formen gebogen und gezerrt; sein Träger führt mit den Hutvarianten unterschiedlichste, groteske Haltungs-Persiflagen vor – vom Cowboy bis zur Grande Madame. Gawlik tanzte brillant und voller Humor diese sketchartigen Charakter-Verwandlungen.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Gegen Teufel und Kanonen »Der Puppenspieler« in Magdeburg
Aus TdZ 5/1980
Dietmar Fritzsche bespricht die Uraufführung des Balletts Der Puppenspieler in Magdeburg, Koproduktion mit Prag. Er lobt Choreografie, Musik und Puppen-Metamorphose, kritisiert aber die undeutliche Bewältigung der Liebesbeziehung Vaclav/Dorotka.
Selbst die Schlichtheit der Fabel läßt das Anliegen des Stücks noch klar erkennen: zu warnen vor Bösem, ein Herz zu haben für Schönes, für das Leben Erhaltendes.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Landestheater Altenburg: »Ischtar«
Aus TdZ 7/1980
Volkmar Draeger bespricht die dritte DDR-Inszenierung von Ischtar in Altenburg.
So ist die Choreographie, trotz interessanter Passagen, nicht kraftvoll, vital, bildhaft genug, gerät manchmal in die Nähe des Trivialen.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Greifswald: »Der Teufel im Dorf«
Aus TdZ 8/1980
Volkmar Draeger würdigt, dass Greifswald nach 20 Jahren wieder ein abendfüllendes Ballett zeigt: Der Teufel im Dorf zu Fran Lhotkas Musik, choreographiert von Margit Nicolaus und Frank Männel. Trotz kleinem Ensemble gelingt eine sehenswerte, folkloristisch getönte Aufführung.
Choreographischer Höhepunkt ist der Pas de deux Mirkos mit der Teufelswirtin, der sich zum schwierigsten, furiosesten und auch gestalterisch überzeugendsten des Abends steigert.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Brandenburg : »Viktorka«/»Komödiantensuite«
Aus TdZ 12/1980
Volkmar Draeger bespricht die 80er Tanzpremiere des Potsdamer Balletts: Viktorka zeigt trotz Schwächen in Sladečeks Choreographie starke Momente, »Komödiantensuite« überzeugt als heiteres, wenn auch dramaturgisch unklares Handlungsballett mit gelungenen Bühnenbildern von Ilse-Maria Feltz.
Optimistisch und optisch sehr gelungen der Schluß: Sonnenstrahlen überziehen das vom Blitz erschlagene Mädchen.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Magdeburg: »Nestinarka«
Aus TdZ 3/1981
Volkmar Draeger bespricht die DDR-Erstaufführung von Goleminows Tanzdrama Nestinarka in Magdeburg. Pawlina Iwanowas Choreographie verbindet bulgarische Folklore mit Klassik und Ausdruckstanz – eindringliche Bilder, besonders die Klatschweiber-Szenen-
Wenn sie die als lebendes Bild verharrende Gruppe umschleichen und auseinanderreißen, um flüsternd Unfrieden zu säen, ahnt man den Ausgang. Als die psychisch zermalmte Demna die zum Kreis formierte Gruppe überragt, gekreuzigt von der Verleumdung, und die triumphierenden Klatschbasen einen Reihentanz vollführen, gewinnt scheinbar das Absurd-Ungerechte beklemmend die Oberhand.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Fantasie-Liebe. »Münchhausen« in Weimar
Aus TdZ 3/1981
Dietmar Fritzsche bespricht die Uraufführung von Kunad/Kirschs Münchhausen am Weimarer Nationaltheater. Er würdigt Russus’ einfallsreiche Regie, kritisiert aber die kurzgliedrige Musik und zu wenig Tanz gegenüber Pantomime und Akrobatik im Verhältnis zur Werkbezeichnung Ballett.
War es Konstantin Russus Lust zum komödiantischen Spaß oder sein Bemühen um szenisch erfülltes Auskosten der Musik, jedenfalls dominierte der Regisseur Russu über den Choreographen Russu.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Gefragte Vielseitigkeit. Einiges über »unser« Fernsehballett
Aus UK 4/1981
Im Interview beschreibt Günter Jätzlau, Leiter des Fernsehballetts der DDR, Anforderungen fernsehspezifischer Choreographie, Programme, Arbeitsbedingungen, Ausbildung der Tänzer sowie Erfolge, Vorhaben und Entwicklungswünsche des Ensembles.
Wir brauchen dringend einen zweiten Ballettsaal für die Arbeit an getrennten Produktionen. Außerdem wünschten wir uns mehr Exkursionsmöglichkeiten für unsere drei Choreographen. Durch Überbeschäftigung ist die Gefahr vorzeitigen Verschleißes groß jeder muß sich mal »auftanken« können.
— Günter Jätzlau
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Dresden: »Der Dompteur«
Aus TdZ 8/1981
Dietmar Fritzsche stellt drei neue Choreographien des Dresdner Staatsopernballetts vor, darunter die Uraufführung Der Dompteur (Musik Günther Fischer, Choreographie Emöke Pöstényi). Er lobt sie als Pöstényis bisher reifste Arbeit, die Thomas Manns Novelle als allgemeingültige Abstraktion deutet.
Die Faszination des Werkes entspringt teils der naturgetreu wirkenden Andeutung einer Gittermanege mit verschieden hohen Podesten für die attraktive »Fell«-Trikots tragenden Tiere. Vor allem besitzt der ungewöhnliche tänzerische Duktus großen Reiz.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Dresden: »Der Dompteur«
Aus UK 3/82
Dietmar Fritzsche bespricht das Ballett Der Dompteur an der Dresdner Staatsoper, choreografiert von Emöke Pöstényi. Er lobt die packende Geschichte um Dompteur und Löwen, die Darsteller sowie Günther Fischers Musik, die Zirkus- und Jazzelemente vereint.
Der Löwe jedoch ist durch ihren Mut aktiviert worden. In Rückbesinnung auf seine Kraft und angewidert von dessen Verhalten bringt er den Dompteur um symbolisch fallen die Seile zu Boden. Nach einem Freudentanz kehren die wohldressierten Tiere stumpfsinnig auf ihre Plätze zurück und wenden sich ab, als der Löwe sie zur Befreiung aufrufen will. Allein muß er seinen Weg gehen, in seiner Aktivität ebenso einsam wie die Löwin in ihrer Passivität.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Wiederbelebte Ballettkomödie
Aus TdZ 9/1981
Dietmar Fritzsche bespricht Tom Schillings Neuinszenierung von Don Parasol an der Komischen Oper Berlin. Bernd Köllingers Bearbeitung des Taglioni-Balletts (Musik: Delibes statt Hertel) überzeugt heiter, wenn auch mit gesparten Pointen. Besonders Hans-Dieter Scheibel und Jürgen Hohmann glänzen darstellerisch.
Auf weißer Courtine ein riesiger Jugendstil-Kelch, zwischen dessen »Adern« federgeschmückte Häupter hervorlugen. Sylvia will an allem vorbeihuschen, stolpert aber und setzt sich. Mit einem Wedel fegt sie allen den Staub vom Antlitz, was bei der »Statue« einen Niesreiz auslöst und das Spiel in Gang bringt.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Arbeitskreis Tanz
Aus UK 9/81
Volkmar Draeger berichtet über die siebte Werkstatt für freischaffende Tanzsolisten in Neubrandenburg.
Was im Februar 1977 als umstrittenes Experiment begann, trägt mittlerweile den Charakter eines im Kursangebot vielseitigen Lehrgangs mit Tradition, an dem teilzunehmen für die relativ wenigen Tanzsolisten der DDR ebenso notwendig wie nützlich sein dürfte.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Zwei ungleiche Töchter
Aus TdZ 10/1981
Volkmar Draeger vergleicht zwei Inszenierungen von Die schlecht behütete Tochter: Harald Dietz-Laursonns anspruchslose Dessauer Version wirkt steif und unlogisch, während Günter Buchs Choreographie in Karl-Marx-Stadt mit folkloristischer, tänzerischer Komik klarere Figuren und einen stimmigeren Handlungsablauf erreicht.
Buch setzt die Akzente richtiger, umreißt die Figuren, ihre Beziehungen und Situationen klarer und schärfer als in der Dessauer Aufführung und erzielt einen logischen, stets interessierenden Handlungsablauf.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Ballett für Kinder. »Das bucklige Pferdchen« in Weimar
Aus TdZ 2/1982
Volkmar Draeger bespricht die DDR-Erstaufführung von Rodion Schtschedrins Kinderballett Das bucklige Pferdchen in Weimar. Ruth Wolf straffte das Werk und schuf eine zügige Choreographie.
Bei einem Kontrollgang stellt der Vater fest, daß sein Weizenfeld verwüstet wurde, wovon er daheim entsetzt seinen drei Söhnen berichtet. Die beiden älteren, zwei Saufaus und Tunichtgute, versprechen prahlerisch, dem Täter nächtens aufzulauern und ihn zu stellen. Ihren jüngeren Bruder, »dummer Iwan« genannt, nehmen sie nicht mit.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Gruppe junger Tänzer »Jean Weidt«
Aus TdZ 2/1982
Dietmar Fritzsche würdigt Jean Weidts Verdienste um tanzbegeisterte Jugendliche. 1959 gründete Weidt die »Gruppe junger Tänzer«, die seit 1966 an der Komischen Oper Berlin wirkt. Sie erhielt nun den Ehrennamen ihres Gründers.
Bisher wirkte Jean Weidt in 16 Ballett- und 15 Opern-, Operetten- und Musicalinszenierungen der Komischen Oper – in über 2000 Vorstellungen – mit.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Über zwei Neu-Erschaffungen. »Die Erschaffung der Welt« in Halle und in Plauen
Aus TdZ 3/1982
Volkmar Draeger vergleicht zwei Inszenierungen von Petrows Die Erschaffung der Welt: Helmut Neumanns geraffte, Effel-nahe Hallenser Fassung und Renate Tietzes werktreue, aber einfallsreiche Plauener Version. Draeger hält die Hallesche Fassung für schlüssiger und aus einem Guss.
Lausbubenhaft stülpt sie dem silbrigen Mond eine schwarze Mütze über und kreiert in Ergänzung des göttlichen Werkes die verdunkelte Hemisphäre des Erdsatelliten; augenzwinkernd tanzt sie im Engelshemdchen einen betont langweiligen »englischen« Reigen mit, heimlich knuffend und mit dem Schwanz um sich schlagend, und gewinnt schnell Sympathie.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Schöpferischer Spaß mit bunten Würfeln
Aus N-Z, 3.3.1982
Volkmar Draeger bespricht »Tanz aus der Kiste«, ein Ballettprogramm der Komischen Oper mit der Staatlichen Ballettschule Berlin. Aus Würfeln entstehen spielerisch Szenen wie Dornröschen, Zebra-Dompteuse und schließlich »Peter und der Wolf« – choreographiert von Hanne Wandtke, kindgemäß und einfallsreich.
Die szenisch-choreographische Umsetzung ist dicht, abwechslungsreich und läßt schmunzeln. Sie kommt ohne aufgesetzte Kindlichkeit aus und gibt den Interpreten Gelegenheit, außer Akrobatik viel Tanz zu demonstrieren.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Zwickau: »Die Nachtigall«
Aus TdZ 4/1982
Volkmar Draeger rezensiert die Zwickauer Inszenierung von Die Nachtigall nach Andersen. Horst Jentschs Choreographie für ein kleines Ensemble bleibt oberflächlich, die Erzählerfigur dopple das Tanzgeschehen.
Die stark pantomimische Choreographie ist weitgehend vordergründig-oberflächlich, technisch substanzarm und dringt selten zu persiflierender Komik vor. So wirken Haushofmeister, Doktor und besonders die beiden Räte als Typen gequält, in ihrer stupiden Mimik und Gestik ermüdend. Zu wenig tritt der Narr als eine der Hauptfiguren in Erscheinung. Choreographisch blaß bleibt der prinzenhaft posierende Kaiser.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Stärken und Grenzen. Premieren in Schwerin und Görlitz.
Aus TdZ 5/1982
Volkmar Draeger über gleich zwei Premieren: In Schwerin überzeugt Wandtkes Die Fontäne von Bachtschissarai durch psychologische Tiefe und Assafjews Musik. In Görlitz zeigt Fritsches Das tapfere Schneiderlein trotz Ensemble-Grenzen heiter-gefällige Ballettpantomime.
Daß die großen Theater hierzulande die »Fontäne« ignorieren, kann ich nur musikalischen Gründen zuschreiben. Die Musik Boris Assafjews betört mit harmonisch-romantischen Klängen, einprägsamer Melodik und instrumentalen Soli.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Tanz
Aus UK 6/82
Volkmar Draeger berichtet vom Tanz-Wettbewerb: Bei geringer Teilnehmerzahl vergab die Fachberatergruppe mangels Spitzenleistungen keine Goldmedaille. Er kritisiert unausgereifte Choreographien, fehlende Choreographen und die zunehmende „Entkleidungswut" der Tänzer.
Geradezu erschreckend wirkte auf mich, nur noch mit Schrittband bzw. Bikini bekleidet zu tanzen (rund ein Viertel der Darbietungen; bei den Delegierungsveranstaltungen knapp die Hälfte), gleichgültig ob Idee und Choreographie das motivieren oder nicht.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Greifswald: »Don Quixote«
Aus TdZ 6/1982
Volkmar Draeger lobt die Greifswalder Inszenierung von Don Quixote (Leo Spies).
Als den choreographischen Höhepunkt des Abends empfand ich das 3. Bild in seiner Steigerung von der düsteren Prozession mit Galgen zum Triumphtanz der befreiten Räuber. Männel formt sie sorgfältig als deftige, grotesk verzerrte, suggestive Breughel-Gestalten.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Grita Krätke
Aus TdZ 6/1982
Grita Krätke schildert ihren Werdegang: vom Kinderballett in Kiel über Stationen bei Jooss, Derra de Moroda und Gustav Blank bis zu Engagements in Schwerin und an der Deutschen Staatsoper Berlin, wo sie als Choreographin Tanztheater schuf.
Es ging mir von Anfang an um Tanztheater. Nichts sollte »ballettig« wirken. Die Gestaltung der Handlung war für mich das Primäre.
— Grita Krätke
- TdZ+ Pro
Tänzerische Rhythmogramme. Anke Gerbers Soloabend »Lokomotionen« im bat
Aus UK 9/82
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Chance – Orientierung – InformationBerliner »Stunde des Tanzes«
Aus TdZ 10/1982
- TdZ+ Pro
Auftrieb fürs Ensemble. »Die steinerne Blume« in Karl-Marx-Stadt
Aus TdZ 11/1982
- TdZ+ Pro
Staatliches Tanzensemble der DDR: »Der Müller und der Zwergenkönig«
Aus TdZ 2/1983
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Schmetterling im Glashaus »Le Papillon« am Staatstheater Dresden
Aus TdZ 2/1983
TdZ+ ProUnerfüllte Sehnsucht »Wahlverwandtschaften« an der Komischen Oper
Aus TdZ 8/1983
Foto: Arwid Lagenpusch
- TdZ+ Pro
Tänzerisch bis ins Detail. »Romeo und Julia« in der Komischen Oper
Aus N-Z, 4.1.1984
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Kleist-Theater Frankfurt (Oder)
»Die listigen Enten« und »Peter und der Wolf«
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Darsteller erinnern sich: Nora Mank
Aus TdZ 7/1984
Nora Mank blickt auf ihre Karriere als Primaballerina der Deutschen Staatsoper Berlin zurück: von der Ausbildung bei Tatjana Gsovsky über das prägende Leningrad-Studium bei Naima Baltatschejewa bis zu Lieblingsrollen wie Julia und ihrem Rückzug 1972 nach Lilo Grubers Weggang.
Ich hatte das große Glück, zu Naima Baltatschejewa, dieser wunderbaren Pädagogin, zu kommen. Sie schaffte es, mich in kurzer Zeit so weit zu bringen, daß ich 1955 in einem Ballettabend des Kirow-Theaters als Solistin in »Chopiniana« tanzte, gemeinsam mit Kolpakowa, Jastrebowa und Semjonow. Im selben Programm trat die Dudinskaja als Giselle auf.
— Nora Mank
- TdZ+ Pro
Choreographien nach Konzertmusik. Meiningen: »Natur, Leben, Liebe«
Aus TdZ 9/1984
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Faszinierende Bilder von großer Musikalität »Tanztheater-Forum 1« in der Komischen Oper
Aus N-Z, 3.10.1984
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Effektvolle Soli für Macbeth und die Lady. Kyrill Moltschanows Ballett an der Deutschen Staatsoper
Aus N-Z, 14.11.1984
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Garderobengespräch mit Lilo Gruber
Aus TdZ 1/1985
Lilo Gruber blickt anlässlich ihres 70. Geburtstags auf ihre Ballettlaufbahn zurück: Ausbildung bei Zimmermann und Wigman, Reisejahre, Kriegserlebnisse in Greifswald, Wirken in Leipzig und Berlin sowie ihr Engagement für das Handlungsballett.
Ich bin ein glühender Vertreter des Handlungsballetts – ob der großen oder kleinen Form. Neue Werke zu schaffen war mir deshalb ein Bedürfnis.
— Lilo Gruber
- TdZ+ Pro
Die neuen Leiden des alten Don Q.»Don Quixote« dreigeteilt in Leipzig
Aus TdZ 3/1985
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
»Tanztheater-Forum II«. »La Vita«/»Pastorale« in der Komischen Oper Berlin
Aus TdZ 4/1985
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Schneewittchen und so weiter. Premieren in Neustrelitz, Zwickau, Eisenach
Aus TdZ 6/1985
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Äußerst musikfühlig. »Stunde des Tanzes« mit Arila Siegert
Aus N-Z, 13.12.1985
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Ernst und Heiter »Tanztheater-Forum IV« in der Komischen Oper
Aus N-Z, 22.1.1986
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Zur Liebe frei geträumt. »Ein Sommernachtstraum oder Der Traum von Asgard« in Gera
Aus TdZ 6/1986
- TdZ+ Pro
Strawinsky in Leipzig: »Der Feuervogel«/»Das Frühlingsopfer«
Aus TdZ 8/1986
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Schloßtheater im Neuen Palais Potsdam: »Getanzte Kostbarkeiten«
Aus TdZ 9/1986
Volkmar Draeger berichtet über die achte Gala »Getanzte Kostbarkeiten« im Schloßtheater Potsdam, organisiert von Jürgen Nitschmann. Da Potsdams Theater kein eigenes Ballettensemble hat, gastieren jährlich internationale Tänzer, u. a. aus Moskau, Paris, Rom und Berlin.
Vier Paare aus vier Ländern gestalteten die diesjährige, bereits achte Gala. Den souveränsten Eindruck hinterließen Sita Errs und Aiwar Leimanis aus Riga mit dem Grand Pas de deux aus »Don Quixote« und dem Duett »Harlekin und Colombine« aus »Carnaval«. Überzeugend auch Katalin Hágai und Sándor Erdélyi aus Budapest – im dichten Pas de deux aus Seregis Csontváry-Ballett »Die Zeder« wie in dem kurzen, artistisch gespickten Duett »Valse E-Dur« von Wainonen.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Vom Alptraum Stella erlöst. »Hoffmanns Erzählungen« in der Komischen Oper Berlin
Aus TdZ 12/1986
- TdZ+ Pro
García Lorca zum Gedenken. Landestheater Eisenach: »Ballettabend 86«
Aus TdZ 10/1986
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Leistungswilliges junges Ensemble. Eindrücke beim Ballett der Staatsoper Dresden
Aus TdZ 2/1987
Dietmar Fritzsche beschreibt Geschichte, Struktur und Repertoire des Dresdner Balletts: von Wigman und Palucca bis zur heutigen Leitung um Wandtke, Russu und Hartmann. Junges Ensemble, klassisches Training, Uraufführungen und die Kammertanzreihe Kontraste prägen das Profil.
»Improvisationen«, von der Arbeit Paluccas angeregt, werden von den Dresdnern zwar »nicht als der Nabel der Welt« betrachtet, aber als ein für Tänzer wie Zuschauer auf- und anregendes kreatives tänzerisches Ereignis. Zuschauerschlangen bilden sich nicht nur vor der Semperoper, sondern auch vor der Kasse im Kleinen Haus, wenn Tanzabende auf dem Spielplan stehen.
— Dietmar Fritzsche
- TdZ+ Pro
Fest des Tanzes»Tanz – ein Fest« der Komischen Oper Berlin im Palast der Republik
Aus TdZ 4/1987
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Staatsoper Dresden/Kleines Haus: »Konzertante Tänze« (Tänzerische Kontraste VI)
Aus TdZ 8/1987
- TdZ+ Pro
Kontrast der Stile. »Tanztheater-Forum V« in der Komischen Oper
Aus TdZ 4/1988
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Choreographie-Probleme. Ballettabende in Wittenberg, Greifswald, Meiningen, Brandenburg
Aus TdZ 7/1988
von Volkmar Draeger
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Liebes-Spiele im Schloß. Städtische Bühnen Erfurt/Schloßtheater Gotha: »Liebe in aller Gestalt«
Aus TdZ 9/1988
Volkmar Draeger berichtet vom Kammertanzabend Liebe in aller Gestalt des Erfurter Balletts im Ekhof-Theater Gotha: Gedichte, Streichquartette und Choreographien Sigrid Trittmacher-Kochs verbinden sich witzig, doch nicht immer musikalisch stimmig – außer im gelungenen Finale „Begegnung“.
Mit dem Doppel-Pas de deux »Begegnung« zum 4. Satz aus Schostakowitschs Klavierquintett op. 57 gelang der Choreographin eine behutsame, sensible, musikfühlige Miniatur: Vier Menschen treffen zusammen, Partnerwechsel bleibt Episode, die im Einzelnen nachklingt.
— Volkmar Draeger
von Volkmar Draeger
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Tanztheater von starker Bildhaftigkeit. »Othello und Desdemona« an der Komischen Oper
Aus N-Z, 13.9.1988
von Volkmar Draeger
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Choreographen-EinstandLeipzig: »Daphnis und Chloë«/»Der Liebeszauber«
Aus TdZ 10/1988
von Volkmar Draeger
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Von erfrischender VielfaltBirgit-Scherzer-Abend an der Komischen Oper Berlin
Aus N-Z, 1.11.1988
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Flexibel, frisch und perfektErich-Weinert-Ballett in der Volksbühne
Aus N-Z, 14.12.1988
von Volkmar Draeger
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Menschen in der Bewährung. Uraufführungen in Altenburg und Dessau
Aus TdZ 6/1989
von Volkmar Draeger
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Von Unvernunft in dieser Welt»Abraxas« im Leipziger Opernhaus
Aus TdZ 9/1989
von Volkmar Draeger
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Antigone aktuell»Berliner Antigone« in Magdeburg uraufgeführt
Aus TdZ 1/1990
von Volkmar Draeger
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Vortasten mit Risiko»kammer – tanz – theater 1« in Cottbus
Aus TdZ 3/1990
- TdZ+ Pro
Die Schöne und das Tier. »La Belle et la bête« in Karl-Marx-Stadt
Aus TdZ 6/1990
von Volkmar Draeger
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Gedankenschwere KostKomische Oper Berlin: »Tanz-Theater-Forum VII«
Aus TdZ 6/1990
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Und wie weiter? Tanzforum Berlin im Theater am Park: »Kontraste ’90«
Aus TdZ 6/1990
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Wieder am Anfang. »Stunde des Tanzes 44« in der Volksbühne
Aus BA, 15.6.1990
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Säuselnd sehnende GefühleKomische Oper: »Trilogie der Sehnsucht«
Aus TdZ 7/1990
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Im Zeichen des EnsemblesBallettabende in Döbeln, Nordhausen, Eisenach, Zwickau
Aus TdZ 10/1990
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Zwischen Naivität und Selbstverschulden – »Madame Bovary« am Nationaltheater Weimar
Aus DM, 18.3.1991
von Volkmar Draeger
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Getanzter Zeitkommentar. Performance von Dresdner Künstlerinnen
Aus DM, 14.5.1991
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Im Osten nichts Neues?Streiflichter zwischen Eisenach und Greifswald
Aus NZ, 8.7.1991
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Menschen in tragischer VerstrickungPremiere im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin
Aus NZ, 10.7.1991
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Formstrenger SakraltanzHändels »Saul« als Tanzadaption in Rostock
Aus NZ, 18.7.1991
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Reise nach innenTanztheater im Staatsschauspiel Dresden/Kleines Haus: »Fluchtlinien«
Aus TdZ 12/1991
- TdZ+ Pro
Todeskuss einer trauernden Nixe»Undine« an der Komischen Oper
Aus NZ, 15.1.1992
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
All you need is love – Tanz von Spitze bis JazzBallettszene Nordostdeutschland
Aus NZ, 29.1.1992
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Bitterer Zeitkommentar. Tanzbühne der Sächsischen Staatsoper Dresden: »Zwei Feste«
Aus TdZ 2/1992
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Wenig intensive Imaginationen. »Lear« in Weimar, »Dix« in Gera
Aus NZ, 25.5.1992
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Wanderung zum Altar der Liebe. Komische Oper: »Lebensräume«
Aus NZ, 2.6.1992
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Rätsel an der weißen Pyramide. »Böen« im Theater der Altmark Stendal
Aus NZ, 19.6.1992
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Mit de Fidel, mit de Fläut. Das Folklore-Tanz-Theater Neustrelitz
Aus NZ, 2.1.1993
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Zu wenig Analyse und Tiefe. »Feindbilder« beim Tanztheater Cottbus
Aus MA, 19.1.1993
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Ein Erneuerer der Szene. Tom Schillings Tanztheater an der Komischen Oper Berlin
Aus MA, 11.6.1993
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Geschmeidig gleitende Tanzbilder»DIX« an der Staatsoper Unter den Linden
Aus MA, 4.10.1993
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Zur Lage der Nation. Theater unterm Dach: »Keine Gnade«
Aus NZ, 16.10.1993
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Rosen färben die Empfängerin blutrot. Kresniks »Rosa Luxemburg« in der Berliner Volksbühne
Aus MA,1.11.1993
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Barbiepuppen becircen junge Krieger»Circe und Odysseus« in der Komischen Oper
Aus NZ, 9.11.1993
von Volkmar Draeger
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Männer unter EinflußKomische Oper Berlin: »Circe und Odysseus«
Aus TdZ 1/1994
- TdZ+ Pro
Nicht klüger als der ZuschauerHebbel-Theater Berlin: »Whisky & Flags«
Aus NZ, 3.2.1994
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Wo bleibt das Publikum?Das Chemnitzer Ballett kämpft gegen ein leeres Parkett
Aus NZ, 19.3.1994
von Volkmar Draeger
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Kein Lebensraumeuro-scene leipzig: Irina Pauls’ »Südraum«
Aus MA, 29.11.1994
von Volkmar Draeger
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Mit Leib und Seele Tänzer. Roland Gawlik im Gespräch
Aus TdZ 7/1994
von Roland Gawlik und Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Requisitenspektakel über Krieg. Volksbühne Berlin: »Ernst Jünger«
Aus TdZ 3/1995
- TdZ+ Pro
Die Kampfeslust des Mars, die Lüsternheit der Venus. Tanztheater im Potsdamer Neuen Palais
Aus MA, 6.6.1995
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Tanzlichter des Nordens. Ballett und Tanz in Mecklenburg-Vorpommern
Aus TdZ 3/1996
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Stillstand des Willens. Deutsches Nationaltheater Weimar: »Hamlet I, II, III«
Aus TdZ 7/1996
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Die Hölle ist überall. Deutsches Nationaltheater Weimar: »A Brief History of Hell«
Aus TdZ 3/1997
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Szenen einer gewalttätigen EheBrandenburg: »Russische Séance«
Aus TdZ 7/1997
von Volkmar Draeger
- TdZ+ Pro
Zeitzeuge eines verqueren Jahrhunderts. Zum Tod von Eberhard Rebling
Aus TJ 5/2008
von Volkmar Draeger


