Commonisierung des Theaters – Vom Hausbesetzungsimpuls zur bundesweiten Strategie
Thaddäus’ Runder Tisch #03 – Im Gespräch mit Falk Lörcher und Sarah Waterfeld (Staub zu Glitzer) über commonisierte Kulturinstitutionen, praktische Modelle der Selbstorganisation und darüber, wie sich kulturelle Infrastruktur politisch transformieren lässt
In dieser Serie lädt Performer:in, Dramaturg:in und ehemalige:r Musicaldarsteller:in Thaddäus-Maria Jungmann zum gemeinsamen Nachdenken darüber ein, wie Veränderungen der Institution Theater nicht nur ästhetisch, sondern ebenso strukturell gedacht werden müssen. Dabei geht es vor allem um Fragen der Zugänglichkeit, der Machtverhältnisse hinter der Bühne, um Formen von Gemeinschaft und Konflikt sowie um Visionen für ein Theater der Zukunft.
Das Künstler:innenkollektiv „Staub zu Glitzer“ arbeitet seit Jahren an der Frage, wie Theater jenseits hierarchischer Leitungsmodelle organisiert werden kann. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit institutionellen Machtstrukturen rund um die Volksbühne Berlin. Heute verfolgen sie ihre Ansätze bundesweit — unter anderem über den Interessenverband „Union für Cultural Commons“. Allgemein meint Commons simpel ausgedrückt sowas wie Gemeingut, um das im kollektiven Prozess Sorge getragen wird.
Thaddäus Maria Jungmann: Zu Beginn lade ich auch euch — wie alle Interviewpartner:innen dieser Reihe — zu einem kurzen Gedankenexperiment ein: Wenn ihr die Augen schließt, wie sieht das Theater in zehn Jahren aus?
Falk Lörcher: Es gibt keine Intendanzen mehr. In ersten Modellprojekten wurden Strukturen erprobt, die es ermöglichen, auch stadtpolitische Kämpfe am Theater auszutragen.
Sarah Waterfeld: Ich interpretiere die Frage eher optisch: Es wäre wuseliger und mehr crowdy als heute, weniger sleek. Die Exklusivität wäre überwunden und viel mehr Leute würden den Ort mitgestalten.
Falk, du sprichst von neuen Strukturen und vom Ende der Intendanzen. Was fordert ihr konkret?
FL: Als Künstler:innenkollektiv „Staub zu Glitzer“ fordern wir seit nun mehr als 9 Jahren eine Commonisierung von Stadt- und Staatstheatern. Für uns geht es in diesem Veränderungsprozess einerseits darum, die Strukturen radikal zu demokratisieren und andererseits...
Erschienen am 27.3.2026
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