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Die Öffnung in die Stadt durch zwinger x, theater+ und die Etablierung einer Stadtdramaturgie
von Jana Gmelin
Erschienen in: Live und in HD – Intendanz Holger Schultze 2011–2026 (04/2026)

Mit der Entstehung der Veranstaltungsreihe zwinger x hat sich das Haus 2022 stärker inhaltlich, gesellschaftlich und publikumsoffen positioniert. Zusätzlich wurde 2023 die Stelle der Stadtdramaturgie am Theater und Orchester Heidelberg ins Leben gerufen. Eine Position, die an einigen Theatern im deutschsprachigen Raum existiert, die jedoch oft Unterschiedliches bedeutet. In Heidelberg umfasste dies die künstlerische und organisatorische Leitung von zwinger x und darüber hinaus alle dramaturgischen Aufgaben, mit Ausnahme der Produktionsbetreuung. In einem weiteren Schritt kam 2024 die federführende Leitung von theater+ hinzu.
Das Kerngeschäft der Stadtdramaturgie – sei es nun in Heidelberg oder in anderen Städten – ist der aktive Aufbau und die Pflege eines Netzwerks in die Stadt hinein. Es geht dabei darum, das Theater nach außen zu tragen und gleichzeitig die Themen der pluralen Stadtgesellschaft wahrzunehmen und für die Theaterarbeit nutzbar zu machen. Der grundlegende Modus des Hauses, sich weltgewandt und offen zu präsentieren, fand im Rahmen von zwinger x eine konsequente Verwirklichung – die Möglichkeit, die Bühne abzugeben und für Menschen und Initiativen aus der Stadt zu öffnen. So bekamen Themen und Diskurse ihren Raum, die die Darstellende Kunst aus verschiedenen Gründen nicht abdecken konnte. Eine Freiheit in der Gestaltung und die Einmaligkeit der Veranstaltungen haben diesen...

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