Ewigkeit in uns
Der Schlusschor gehört den Modellen: Ein weiches, leises Innehalten
Erschienen in: Gero Troike – In unmittelbarer Nähe (07/2025)
Assoziationen: Gero Troike
Noch einmal zieht sie vorüber, Tschechows Kirschgarten- Gemeinde, wie eine Spieluhr-Prozedur, abhandengekommene Zeit, verlorene Richtungen, der Mensch wie erstarrt, aber sehnsüchtig, Ankunft in Handkes „Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten“.
Ewigkeit hat Zeit, sie nimmt Zwischenaufenthalte in unseren Körpern. Statt Aufgekratztheit ein störrisch weiches, leises Innehalten, das sich von den vorgeblichen Hauptsachen der Existenz fernhält. Leben ist in den Szenerien Troikes kein Splitterwerk aus Überstürzung. Alles ruht im Kargen, das lässt die gedämpften, erdigen Farben nie ins Bedrängende, Unruhige kippen. Bewegung besteht darin, dass sich Unruhe – legt. Aber doch so, wie sich etwas auf eine melancholiefreudige Lauer legt.
Menschen ziehen vorüber, wie versunken. Als träumten sie. Von einer Welt vielleicht, in der die innere Stimme des Menschen zur Ruhe kommt.
Als geschähe ein Frieden, der mit sicheren Händen die Abende in den Morgen hinüberführt. Ein Gelände ohne dämonische Spannung. Wo die Fantasie leichter als anderswo Wurzeln und Boden herbeifantasiert, aus denen eine andere Welt wachsen könnte. Wege, die nur ein Ziel haben: aus den Zentren herauszuführen. Vergiss kurz mal den aufrechten Gang, lehne den Rücken an einen Baum. Kirschbäume bevorzugt.
Will die Welt noch etwas sagen? Nein, aber sie hat zu tun – sie bereitet sich auf ihre...

















