Bernd Lange
Der 1951 in Kirchhain geborene Bernd Lange hatte zunächst geplant, Psychologie zu studieren, bewarb sich dann aber an der Staatlichen Schauspielschule Berlin (heute Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch) und absolvierte erfolgreich das Schauspielstudium. Von dort führte der Weg ans DNT Weimar, das ihm zur künstlerischen Heimat wurde. Zusätzlich absolvierte er eine ergänzende Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar.
Neben seinem Theaterengagement initiierte Bernd Lange mit verschiedenen künstlerischen Partnerinnen und Partnern viele eigene Projekte. Ein Autor, dessen Werk ihn Zeit seines Lebens nicht losließ, war Wolfgang Borchert. Gemeinsam mit der Gruppe Bayon entstand das Programm "Gespräch über den Dächern", mit dem er auch überregional auftrat. Außerdem realisierte er musikalisch-literarische Projekte, die sich mit den beiden "Hausdichtern" des Theaters, Goethe und Schiller, beschäftigten und in denen er Regisseur und Schauspieler in Personalunion war. Eine enge Arbeitsverbindung zu dem Regisseur Wolfgang Engel führte ihn ans Staatsschauspiel Dresden, wo er in dessen Inszenierung "Der Turm" nach Uwe Tellkamp als Gast mitwirkte.
Zuletzt stand Bernd Lange in der Inszenierung "Das Ballhaus" von Jan Neumann auf der DNT-Bühne – und spielte und tanzte Ende Mai 2025 trotz der Erkrankung die letzte Vorstellung dieses erfolgreichen Abends.
Stand: 1986 (Datum der letzten Veröffentlichung bei Theater der Zeit)















