Essay
TdZ+ Promaking friends
Ein partizipatives Theaterstück
Erschienen in: Freundschaft im Theater – Eine Suche auf und hinter der Bühne (11/2026)

An making friends haben mitgewirkt: Annick Durán Kandzior, Anastasia Landa, Szerafina Roxaná, Thalia Schiesser, Yeganeh Shafie, Prof. Hannah Perner-Wilson.
Wie werden idealisierte Interaktionen mit „perfekten“ Freund:innen unsere Beziehungen zu realen Menschen verändern? Wie werden Freundschaften mit nichtmenschlichen und mehr-als-menschlichen Akteur:innen beeinflussen, wie wir uns selbst sehen und die Realität wahrnehmen? Welche langfristigen Auswirkungen könnten solche neuen Formen von Freundschaft auf uns als Individuen und auf die Gesellschaft haben? Um die Bedeutung und die Konsequenzen technologischer und nichtmenschlicher Freundschaften besser zu verstehen, haben sich im Sommersemester 2025 fünf Studierende des Masterstudiengangs Spiel und Objekt der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin gemeinsam mit Professorin Hannah Perner-Wilson mit genau diesen Fragen beschäftigt.
Unsere Freundschaften beeinflussen, wie wir uns selbst sehen und wie wir die Realität wahrnehmen. Zugleich werden sie wichtiger und komplizierter denn je. Freundschaften sind Beziehungen gegenseitiger Zuneigung, die im Laufe der Zeit durch Fürsorge und Engagement entstehen. Während unseres Lebens wandeln sich unsere menschlichen Freundschaften oft von vielen Bekanntschaften in der Jugend hin zu einem kleineren, engeren Kreis bewusster und unterstützender Verbindungen. Im Verlauf der Geschichte wurde die Bedeutung menschlicher Freundschaft durch soziopolitische und technologische Entwicklungen geprägt: Sie hat sich von gemeinschaftszentrierten Bindungen, die auf Verwandtschaft und Notwendigkeit basierten,...















