Das Wichtigste vom Tag
Montag, 12. Januar 2026
Stefan Herheim kritisiert Subventionskürzungen in Wien ++ Washington National Opera verlässt Kennedy Center ++ Theater Kiel wegen Brand während Vorstellung evakuiert
Assoziationen: Österreich Nordamerika Theater an der Wien Theater Kiel

Wien: Stefan Herheim kritisiert Subventionskürzungen in Wien
Der Intendant des Theaters an der Wien, Stefan Herheim, hat in einem Interview mit dem Kurier die Subventionskürzungen der Stadt Wien scharf kritisiert. Die Stadt streicht den Vereinigten Bühnen Wien für 2026 Gelder in Höhe von fünf Millionen Euro. Als Folge muss die Kammeroper als zweiter Spielort geschlossen werden. Herheim betonte, dass die Anzahl szenischer Neuproduktionen und Vorstellungen „beträchtlich“ zurückgehen werde. Um die Lücken an spielfreien Tagen zu füllen, werde das Konzertangebot erweitert. Herheim forderte mehr Sachverstand in der Kulturpolitik.
Washington: Washington National Opera verlässt Kennedy Center
Die Washington National Opera will ihre Aufführungen aus dem John F. Kennedy Center for the Performing Arts verlagern und die seit Jahrzehnten bestehende enge Partnerschaft beenden. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf eine Resolution des Opern-Vorstands. Das Haus strebt demnach eine einvernehmliche vorzeitige Beendigung der Affiliation an und will künftig wieder als unabhängige gemeinnützige Organisation agieren.
Hintergrund sind finanzielle Schwierigkeiten und Spannungen seit der Neuausrichtung des Zentrums unter Präsident Donald Trump. Dieser hatte sich nach seinem Amtsantritt zum Vorsitzenden des Hauses ernannt, einen engen Vertrauten, Richard Grenell, als Executive Director berufen und das Gremium mit Unterstützern besetzt. Die Oper macht rückläufige Besucherzahlen, sinkende Spenden sowie ein neues Geschäftsmodell des Kennedy Centers dafür verantwortlich, da das neue Modell Produktionen nur noch bei vollständiger Vorabfinanzierung zulässt. Dies sei aus Sicht des Hauses mit dem Betrieb einer Oper nicht vereinbar.
Kiel: Theater wegen Brand während Vorstellung evakuiert
Im Kieler Schauspielhaus ist während einer Vorstellung des Theaterstücks „Jeder stirbt für sich allein“ ein Feuer im Keller ausgebrochen, woraufhin das Theater am Samstagabend geräumt wurde, wie die Kieler Nachrichten berichten. Verletzt wurde niemand, die Vorstellung wurde abgebrochen.
Die Brandsicherheitswache meldete gegen 22.45 Uhr Rauchentwicklung im Keller des Schauspielhauses und sperrte den Bereich sofort ab. Rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst löschten einen Brand in einem Kellerschacht und belüfteten den betroffenen Bereich. Die Besucherinnen und Besucher wurden während des Einsatzes in Bussen der Kieler Verkehrsgesellschaft betreut und anschließend nach Hause geschickt.
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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr
Erschienen am 12.1.2026
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