Dienstag, 27. Januar 2026
Wasserschaden am Theater Brandenburg größer als erwartet ++ Neuer Direktor der Frankfurter Buchmesse ++ Theater o.N. zieht um
28.1.2026
Brandenburg an der Havel: Gutachter prüfen Wasserschaden im Theater
Der Wasserschaden im Großen Haus des Brandenburger Theater ist größer, als zunächst angenommen, wie rbb24 berichtet. Derzeit sind Gutachter mit der Klärung des Ausmaßes und der weiteren Schritte befasst. Ursache war die Auslösung der Sprühflutanlage – nur wenige Stunden, nachdem der TÜV sie überprüft hatte, wodurch Bühne, Zuschauerraum und Orchestergraben geflutet wurden.
Der Große Saal bleibt voraussichtlich bis Juli gesperrt. Zirkus, Audimax und Kulturhaus dienen derzeit als Ausweichspielstätten. Das Foyer des Großen Hauses und die Studiobühne blieben unbeschadet.
Die Auseinandersetzung und die künftige künstlerische Ausrichtung und die Leitung des Hauses hält währenddessen an. Der Aufsichtsrat hatte sich für eine Interimslösung entschieden und Carola Söllner bis 2027 als Künstlerische Leiterin eingesetzt, obwohl sich die aus Brandenburg an der Havel stammende Schauspielerin Anna Loos um die Position beworben hatte. Loos kritisierte diese Entscheidung öffentlich und wurde ihrerseits für ihre Aussagen über das Theater kritisiert; in der Diskussion geht es zudem um die mögliche Wiedergründung eines fest angestellten Schauspielensembles.
Frankfurt am Main: Joachim Kaufmann wird neuer Direktor der Buchmesse
Bei der Frankfurter Buchmesse steht ein Wechsel an der Spitze bevor: Neuer Direktor wird der Verlagsmanager Joachim Kaufmann, wie Deutschlandfunk Kultur berichtet. Er folgt im Herbst auf Juergen Boos, der das Unternehmen mehr als 20 Jahre führte und war zuletzt Geschäftsführer des Carlsen Verlags.
Kaufmann soll nach Angaben der Buchmesse seine Markterfahrung und internationalen Netzwerke in die Weiterentwicklung des Branchentreffs für die Literatur- und Medienszene einbringen. Die nächste Frankfurter Buchmesse findet vom 7. bis 11. Oktober statt, Ehrengast ist Tschechien.
Berlin: Theater o.N. verlässt nach 46 Jahren den Kollwitzkiez
Das Theater o.N. verabschiedet sich im Februar und März 2026 von seinem Publikum in der Kollwitzstraße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, wie das Haus in einer Presseaussendung am 26. Januar mitteilte. Nach 46 Jahren schließt das traditionsreiche freie Theater seine Türen im Kollwitzkiez und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis zur Gründung als Theater Zinnober als 1979/80 als erstes freies Theater in der DDR reicht.
Im März findet die letzte Vorstellung auf der alten Bühne statt. Im September 2026 eröffnet das Ensemble seine neue Spielstätte in der Fröbelkapelle – ebenfalls im Prenzlauer Berg – und setzt dort die Arbeit für junges Publikum und Erwachsene fort.
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