Theater der Zeit

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Das Wichtigste vom Tag

Montag, 09. März 2026

Peter Theiler wird Intendant von Essener Musiktheater und Philharmonie ++ Woche junger Schauspieler:innen gestartet ++ Neues Theater Halle wird zum Streikzentrum am Frauentag ++ Freiwilligenprogramm „kulturweit“ wird eingestellt

Assoziationen: Musiktheater Nordrhein-Westfalen Hessen Berlin Dossier: Kulturkürzungen Theater und Philharmonie Essen Neues Theater Halle

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Essen: Peter Theiler wird Interimsintendant von Aalto-Musiktheater und Philharmonikern

Der Aufsichtsrat der Theater und Philharmonie Essen hat Peter Theiler zum Interimsintendanten des Aalto Musiktheaters und der Essener Philharmoniker für die Spielzeit 2027/2028 berufen, wie die Stadt Essen mitteilte. Der frühere Intendant der Semperoper Dresden, des Staatstheaters Nürnberg und des Musiktheaters im Revier soll bereits im April 2026 in vorbereitender, beratender Funktion in Essen beginnen und eine „Brücke in die Zukunft“ für die Häuser bauen.

Der Vertrag der aktuellen Intendantin Merle Fahrholz läuft regulär bis zum Ende der Spielzeit 2026/2027 und bleibt von der Personalentscheidung unberührt. Parallel führt der Aufsichtsrat das bereits gestartete Verfahren zur Findung einer neuen regulären Intendanz ab der Saison 2028/2029 fort; Theiler soll in seiner einjährigen Übergangsspielzeit den Spielplan 2027/2028 gestalten und zugleich die Weichen für die langfristige künstlerische Leitung stellen.

 

Bensheim: Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler gestartet

Vom 8. bis 27. März 2026 wird das Parktheater Bensheim erneut zum Treffpunkt für junge Theaterkunst, wenn die 31. Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler fünf ausgewählte Inszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum präsentiert, wie die Stadt Bensheim mitteilt. Die Produktionen junger Theaterschaffender widmen sich Themen wie Identität, Macht, Erinnerung, Körperbildern und Geschlechterrollen und laden zu intensiven ästhetischen und inhaltlichen Auseinandersetzungen ein.​

Zum Programm gehören „Kostja“ nach Tschechows „Die Möwe“ von Alessa Bollack, das Theaterhaus Jena mit „Die Gesetzlosen“ nach Anna Norths Roman „Outlawed“, die Soloarbeit „Sturzflug“ des SWOOP-Kollektivs, Sergej Gößners Stück „ich sehe was / was du nicht siehst“ vom Theater der Stadt Aalen sowie „Voyager Golden Record“ von Nikolai Gemel, Margarete Albinger und Rahel Künzi. Zum Abschluss am 27. März vergibt die Jury – bestehend aus Johanna Wehner (Vorsitz), Amina Eisner, Bernd Isele und Katrin Spira – den mit 3.000 € dotierten Günther-Rühle-Preis. Außerdem entscheiden Publikumsvotum und ein Schulprojekt „Theaterkritik“ über weitere Auszeichnungen.

 

Halle (Saale): Neues Theater wird zum Streikzentrum am Frauentag

Das Neue Theater Halle beteiligt sich zum Internationalen Frauentag an einer Streikaktion und verwandelt sich am Montag unter dem Motto „Genug! Basta! Yeter! Enough!“ in ein Streikzentrum, wie der MDR berichtet. Hintergrund ist der globale Frauen*Generalstreik, der auf Gewalt gegen Frauen, patriarchale Strukturen und ungleiche Bezahlung aufmerksam machen soll.

Da der 8. März in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, öffnet das Theater am 9. März seinen Werkraum und Hof als „Streiklounge“ von 9 bis 17 Uhr für alle, die ihre Arbeit niederlegen oder sich mit Geschlechterrollen und Selbstwirksamkeit auseinandersetzen wollen. Geplant sind Diskussionen, gemeinsames kreatives Arbeiten, Lesungen – etwa aus „Lysistrata“ – sowie Raum zum Innehalten und Informieren; der Eintritt ist frei und das Angebot richtet sich an Frauen sowie alle solidarischen Unterstützerinnen und Unterstützer.

 

Berlin: Freiwilligenprogramm „kulturweit“ wird eingestellt

Das Freiwilligenprogramm „kulturweit“ des Bundes wird nach 17 Jahren aus Spargründen eingestellt, wie das Auswärtige Amt berichtet. Im September starten letztmalig 300 Freiwillige ihren sechsmonatigen Auslandsaufenthalt.

Die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer, bedauerte die Entscheidung und betonte, „kulturweit“ sei gerade in Zeiten globaler Spannungen ein erfolgreiches verbindendes Programm. Das jährlich mit rund fünf Millionen Euro finanzierte Angebot ermöglicht jungen Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland, etwa in Kultur- und Bildungseinrichtungen oder an Stätten des Weltnaturerbes.

 

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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

 

Erschienen am 9.3.2026

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