Kinder ins Spiel bringen – double 53 widmet sich dem Puppen-, Figuren- und Objekttheater für junges Publikum. Der genauere Blick zeigt: In einer offensiven Neuentdeckung des kindlichen Publikums und einem klaren Bekenntnis zu Kindern als kompetenten Zuschauer:innen liegt künstlerisches Entwicklungspotenzial für das Puppen- und Figurentheater.
Gerd Taube eröffnet den Thementeil mit einer kritischen Bestandsaufnahme des historischen Erbes und des heutigen Selbstverständnisses des Puppentheaters zwischen Kindertheater und zeitgenössischer Kunstform. Dramaturg:innen aus Chemnitz, Dresden, Bautzen und Gelsenkirchen berichten über Produktionsbedingungen in der kleinsten Sparte des Stadttheaterbetriebs. Sibylle Peters, Ellinor Lidén und weitere Autor:innen beleuchten Forschungstheater, Publikumsforschung und Figurentheaterpädagogik.
Dazu: Festivalberichte aus Polen, Prag und Braunschweig, ein Essay zur William-Kentridge-Ausstellung in der Dresdner Puppentheatersammlung sowie ein Rückblick auf zwei Jahre Vernetzungsarbeit im Bündnis KompleXX Figurentheater. Im Schweizer Fenster: Porträt der scheidenden Leiterin des Figurentheaters Winterthur und ein Gespräch über Inklusion am Theater Stadelhofen