Theater der Zeit

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Das Wichtigste vom Tag

Montag, 18. Mai 2026

Anna Mülter übernimmt Theaterfestival Basel ab 2028 ++ Alfred-Kerr-Darstellerpreis geht an Paulina Alpen ++ Theatertreffen verzichtet 2027 und 2028 auf Frauenquote ++ Deutsche Filmschaffende schließen sich „Dogma 25 Germany“ an

Assoziationen: Schweiz Paulina Alpen

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Basel: Anna Mülter übernimmt Theaterfestival ab 2028

Die Kuratorin und Dramaturgin Anna Mülter wird ab der Festivalausgabe 2028 die künstlerische Leitung des Theaterfestivals Basel übernehmen, wie unter anderem das Nachrichtenportal nau.ch berichtet. Erstmals seit Bestehen des Festivals wird die Position damit extern besetzt.

Mülter, die von 2021 bis 2026 das internationale Festival Theaterformen in Hannover und Braunschweig leitet, wurde aus 55 internationalen Bewerbungen von einer Findungskommission ausgewählt. Mit ihr setze das Theaterfestival Basel auf eine international erfahrene Festivalmacherin, die neue Impulse für die zukünftige Ausrichtung des internationalen Theaterereignisses in der Nordwestschweiz geben soll.

 

Berlin: Alfred-Kerr-Darstellerpreis geht an Paulina Alpen

Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2026 geht an die Schauspielerin Paulina Alpen, wie die Berliner Festspiele mitteilten. Die Auszeichnung erhält sie für ihre Leistung in „Die Welt im Rücken“ in der Regie von Lucia Bihler.

Juror Matthias Brandt würdigte Alpen in seiner Laudatio für ihre präzise und zugleich offene Darstellung, die die Figur nicht als Diagnose, sondern als vielschichtigen Menschen zeige. Alpen, 1992 in Mering geboren, arbeitet seit 2017 freischaffend und war bereits an zahlreichen renommierten Bühnen zu sehen. Der Preis wird seit 1991 vergeben, ist mit 5.000 Euro dotiert und zeichnet jährlich eine herausragende Nachwuchsleistung beim Berliner Theatertreffen aus.

 

Berlin: Theatertreffen verzichtet 2027 und 2028 auf Frauenquote

Beim Berliner Theatertreffen werden in den Jahren 2027 und 2028 die Einladungen ohne Frauenquote erfolgen, wie Festivalleiterin Nora Hertlein-Hull nach einer Abschlussdiskussion mitteilte.

Die neu zusammengesetzte Jury habe nach ausführlichen Beratungen entschieden, vorerst zum ursprünglichen Verfahren ohne Quote zurückzukehren, zugleich aber strukturelle Ungleichheiten weiterhin differenziert zu berücksichtigen und öffentlich zu diskutieren. Die Frauenquote war erstmals 2019 für die Ausgaben 2020 und 2021 eingeführt worden und wurde seitdem jeweils neu von den Jurys bewertet.

 

Cannes: Deutsche Filmschaffende schließen sich „Dogma 25 Germany“ an

Beim Filmfest Cannes haben die Regisseur:innen İlker Çatak, Tom Tykwer, Nora Fingscheidt, Kurdwin Ayub und Helene Hegemann bekannt gegeben, sich als Gruppe zusammenzuschließen und unter dem Namen „Dogma 25 Germany“ fünf unabhängige Filme zu realisieren, wie X Verleih, Zentropa Germany und if…productions mitteilten. Die Initiative knüpft an die legendäre „Dogma 95“-Bewegung an, die 1995 von den dänischen Filmemachern Lars von Trier und Thomas Vinterberg begründet wurde und mit strengen Produktionsregeln wie dem Verzicht auf Filmmusik, künstliches Licht und nachträgliche optische Effekte dem Mainstream-Kino etwas entgegensetzen wollte. „Dogma 25 Germany“ orientiert sich an der gleichnamigen dänischen Revival-Bewegung, die 2025 in Cannes ins Leben gerufen wurde, und verpflichtet sich zu zehn neuen Regeln – darunter handschriftlich verfasste Drehbücher ohne Internetnutzung, mindestens die Hälfte des Films ohne Dialog sowie maximal zehn Personen hinter der Kamera. Die fünf Kinofilme werden von X Verleih als deutschsprachigem Verleih und TrustNordisk als Weltvertrieb unterstützt, zudem sind ZDF, Arte und die Hamburger MOIN Filmförderung beteiligt.

 

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Redaktionsschluss: 14:45 Uhr

Erschienen am 18.5.2026

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