Festival
TdZ+Ästhetiken des Zugangs
Das FIGURE IT OUT Festival 2026
von Alina Lebherz
Erschienen in: double 54: Dinge unterwegs – (Im-)Mobilität im Figurentheater (10/2026)
Assoziationen: Puppen-, Figuren- & Objekttheater Berlin Dossier: Festivals Schaubude Berlin

Welches Potenzial in der Begegnung von Figurentheater und Aesthetics of Access steckt, zeigt die Schaubude Berlin bei der diesjährigen Festivalausgabe von FIGURE IT OUT.
Ein unsichtbares Bärtierchen bereist die Welt, ein gebärdender Schwan wird von seiner Entenmutter verstoßen und ein Mädchen aus wohlhabender Familie kann weder sehen noch hören – auf dem diesjährigen Festival FIGURE IT OUT an der Schaubude Berlin verbinden sich Figurentheaterstücke, die in ihren Ästhetiken verschiedene Sinne ansprechen und so, auch innerhalb einer Inszenierung, vielfältige Zugänge zu den jeweiligen Geschichten und ihren Protagonist*innen eröffnen. Anknüpfend an das aus Großbritannien stammende Konzept Aesthetics of Access präsentiert die Schaubude im Rahmen des Festivals Inszenierungen, die nicht erst im Nachhinein barrierefreier gemacht wurden, sondern die Barrierefreiheit als ein gestalterisches und ästhetisches Werkzeug verstehen. In Kollaborationen mit Tauben, hörenden, blinden und sehenden Künstler*innen werden so neue Ästhetiken des Figurentheaters produziert und präsentiert.
Die ganze Welt ein Wassertropfen
Die Eigenproduktion der Schaubude Berlin „unsichtbar. Ein Ausflug in fünf Bilder“ für Kinder ab vier Jahren feierte auf dem diesjährigen Festival ihre Premiere. In dem Stück bereist ein für das menschliche Auge unsichtbares Bärtierchen, auch Wasserbär genannt, fünf verschiedene Orte. Mit ihm zusammen begibt sich ein Teil des Publikums in eine Welt des Unsichtbaren....

















