Theater der Zeit

Mittwoch, 10. Juni 2026

Amélie Niermeyer wird Präsidentin der Bayerischen Theaterakademie ++ 21 Bewerbungen für Intendanz der Salzburger Festspiele ++ Proteste gegen Ticketpreis-Erhöhungen an der Mailänder Scala

Assoziationen: Bayern Amélie Niemeyer Salzburger Festspiele

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11.6.2026

München: Amélie Niermeyer wird Präsidentin der Bayerischen Theaterakademie

Die Regisseurin und Professorin Amélie Niermeyer übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Präsidentschaft der Bayerischen Theaterakademie August Everding, wie das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit der Akademie mitteilte.

Niermeyer wurde von einer breit besetzten Auswahlkommission berufen und folgt auf Barbara Gronau, die im vergangenen Jahr aus dem Amt entlassen worden war. Die 1965 geborene Regisseurin verfügt über langjährige Leitungserfahrung, unter anderem als Intendantin in Freiburg und Düsseldorf sowie als Professorin am Mozarteum Salzburg.

 

Salzburg: 21 Bewerbungen für Intendanz der Festspiele

Für die künftige Intendanz der Salzburger Festspiele haben sich 21 Personen beworben, wie der Salzburger Festspielfonds mitteilte. Vier Frauen und 17 Männer wollen die künstlerische Leitung übernehmen, rund zehn Prozent der Bewerbungen kommen aus Österreich, der überwiegende Teil aus dem internationalen Umfeld.

Die Neuausschreibung wurde notwendig, nachdem sich das Kuratorium Ende März vorzeitig und einvernehmlich von Intendant Markus Hinterhäuser getrennt hatte, dem ein umstrittener Führungsstil und ein Alleingang bei der Suche nach einer neuen Schauspielleitung vorgeworfen worden waren. Die eingereichten Konzepte werden nun von einer Findungskommission geprüft, die geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu Hearings einlädt und anschließend dem Kuratorium einen Besetzungsvorschlag unterbreiten soll. Parallel läuft auch das Verfahren für die künftige Präsidentschaft der Festspiele, auf die sich weitere Bewerberinnen und Bewerber gemeldet haben.

 

Mailand: Proteste gegen Ticketpreis-Erhöhungen an der Scala

An der Mailänder Scala haben deutliche Ticketpreis-Erhöhungen für Unmut unter den traditionsbewussten Besucherinnen und Besuchern der oberen Ränge, den sogenannten „Loggionisti“, gesorgt, wie unter anderem der Österreichische Rundfunk unter Berufung auf die italienische Tageszeitung „La Stampa“ berichtet.

Im Zentrum der Kritik stehen 36 besonders gefragte Sitzplätze auf der zweiten Galerie, deren Abonnementpreis von 800 auf 1.050 Euro gestiegen ist – ein Plus von über 30 Prozent. „La Stampa“ warnt laut ORF davor, dass die Scala zum „Disneyland für reiche Touristen“ werde, und weist darauf hin, dass das Opernhaus als teuerstes Theater Europas gelte, teurer seien nur noch die Aufführungen bei den Salzburger Festspielen. Die Theaterleitung hält dagegen, nur ein kleiner Teil der Plätze sei betroffen und die durchschnittlichen Preiserhöhungen seien minimal.

 

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