Jürgen Rose
Jürgen Rose studierte in Berlin und erhielt ein erstes Engagement 1959 als Schauspieler und Kostümbildner in Ulm. In Stuttgart lernte er John Cranko kennen, für den er – ebenso wie später für John Neumeier – zahlreiche Ballettaufführungen ausstattete, u.a. 1962 Crankos „Romeo und Julia“ und 1965 „Onegin“ – nun ein Klassiker in den großen Ballett-Compagnien von New York bis Moskau – sowie 1978 Neumeiers legendäre „Kameliendame“. In Inszenierungen von Rudolf Noelte (u.a. „Der Snob“ und „Der Menschenfeind“) und Hans Lietzau sowie in Peter Steins bekannter Münchner Aufführung von Edward Bonds „Gerettet“ waren seine Kostüme und Bühnen zwischen 1965 und 1975 siebenmal beim Theatertreffen zu sehen. „Minna von Barnhelm“, Dieter Dorns erste Inszenierung für die Münchner Kammerspiele, 1977 zum Theatertreffen eingeladen, stand am Anfang einer Zusammenarbeit zwischen Bühnenbildner und Regisseur, die bis heute andauert. Das Team Dorn/Rose prägte über München und die Jahrhundertwende hinaus weite Teile der deutschen Theaterlandschaft und der Opernwelt. Insbesondere Inszenierungen von Shakespeare und Botho Strauß bleiben im Gedächtnis. Beim Theatertreffen zu sehen waren „Groß und Klein“, „Besucher“ und „Schlusschor“ sowie Shakespeares „Troilus und Cressida“. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verband Jürgen Rose auch mit Thomas Langhoff: Lessings „Emilia Galotti“ und Ibsens „Die Frau vom Meer“ waren 1984 und 1990 beim Theatertreffen. Als Regisseur arbeitete Jürgen Rose an den Opernhäusern in Köln, Bonn und München. In Stuttgart war er 1973 bis 2000 Professor für Bühnenbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste.
Stand: 2013 (Datum der letzten Veröffentlichung bei Theater der Zeit)















