Was bleibt, wenn mit der Heimat auch das eigene Theater verloren geht? Die Novemberausgabe widmet sich russischen Theaterkünstler:innen im Exil – ihren Verlusten, neuen Arbeitszusammenhängen und dem Verhältnis zu einem Land, das Krieg gegen die Ukraine führt. Kirill Serebrennikow spricht über sein Berliner Festival Kirill & Friends, Marina Davydova über erzwungene Emigration und die Erfahrung, zum zweiten Mal alles zu verlieren. Olga Fedyanina und Vera Martynov erkunden die Bedingungen künstlerischer Arbeit fern der Heimat. Dazu: Viktor Jerofejews bislang unaufgeführtes Stück „Puschkins Kinder“ und ein Gespräch mit dem Autor.
Außerdem im Heft: Bernadette Sonnenbichlers Aufbruch in Heidelberg, Çağla Ilks Start am Berliner Maxim Gorki Theater mit Sarkis und Miriam Tscholl über 80 Jahre Theater der Jungen Welt in Leipzig. Wir untersuchen faschistische Verführungen in Frank Castorfs „Mephisto“ und würdigen das Meininger Schauspielensemble mit dem Martin-Linzer-Theaterpreis 2026. Außerdem, wie immer: Kolumnen, und Kritiken.