Theater der Zeit

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Gespräch

Gespräch mit einem Rechtswissenschaftler aus München, einer Anthropologin aus Erfurt/Quito und einem Rechtswissenschaftler aus Kassel (1/3)

von Kevin Rittberger und Teresa Kovacs

Erschienen in: Der Messingkauf im Curazän – Eine Ästhetik der Verschränkung (02/2026)

Das Krottenkraut, dem man alles zutraut (Chamomilla recutita).  Holzschnitt von Hieronymus Bock, 1577
Das Krottenkraut, dem man alles zutraut (Chamomilla recutita). Holzschnitt von Hieronymus Bock, 1577

Wir verstehen unter dem Curazän das Zeitalter der Sorge und Regeneration. Woran denken Sie, wenn Sie das Wort Curazän hören?

Der Begriff der „Sorge“ führt bei mir zu drei Assoziationen: erstens, das Verständnis einer praktischen Sorge um und für die Natur, wobei Subjekt, Objekt und Modus dieser Sorge benannt werden müssten. Wenn man den Begriff mit „Regeneration“ kombiniert, würde sich wiederum die Frage stellen, was die gemeinsame übergeordnete Ebene ist: schlicht das Curazän? Oder etwas anderes, was wiederum Teil des Curazäns ist? Zweitens, das Verständnis einer ontologischen Sorge, die mir aber vor allem konservativ besetzt zu sein scheint und gegebenenfalls auch ins Reaktionäre reichen kann, z. B. Martin Heidegger, aber vor allem auch Carl Schmitt mit seinem Konzept des Hüters der Verfassung, der für diese umfassend Sorge tragen muss, dafür aber auch über unbeschränkte Gewalt verfügt. Und drittens, das Verständnis einer technischen Sorge, die man im Anschluss an die soziale und sodann infrastrukturelle Daseinsvorsorge verstehen kann. Allerdings wurde auch der Begriff der „Daseinsvorsorge“ von Ernst Forsthoff, einem Schüler Carl Schmitts, als Begriff in Anknüpfung an die Existenzphilosophie (Jaspers, Heidegger) im NS profiliert.

Das Problem des Konzepts besteht darin, dass man es zwar auch auf die Natur übertragen kann – „Bioinfrastrukturelle...

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