Gründung und Zukunft
TdZ+Das Schönste an der Zukunft ist, dass wir sie nicht kennen.
Erschienen in: ixypsilonzett sommerheft 2026: Blick zurück – nach vorn! (06/2026)
Vor fünf Tagen hatte ich Premiere mit der Stückentwicklung Center of the Universe am Theater Gruene Sosse in Frankfurt. Ein Stück, bei dem die Bühne eigentlich einer Jugendband überlassen werden soll – und dann drei erwachsene Spieler*innen daran scheitern und doch eine Stunde um sich selbst kreisen. Dabei wollten sie Kontakt, Dialog, Verbindung mit jungen Menschen.
Was im Stück komisch erscheint, ist für mich eine ernsthafte Frage. Denn ja, ich werde älter – und der Abstand zu meinem jungen Publikum wächst. Wenn ich also nach der Zukunft des Theaters für junges Publikum gefragt werde, geht es immer auch um meine eigene. Dahinter verbirgt sich die Frage danach, wer Theater macht, bestimmt, gestaltet – und wer es schaut – und nach dem Verhältnis dazwischen.
Man könnte sagen: Das war schon immer so. Erwachsene machen, Kinder schauen. Aber was immer so war, muss nicht so bleiben. Vor allem aber: Für mich war es nicht immer so. Oder doch – natürlich. Spätestens seit ich nach meinem Studium professionell Theater für Kinder und Jugendliche mache, bin ich meinem Publikum nicht mehr ganz gleich. Doch dieser Unterschied wird mit den Jahren deutlicher, größer, lauter.
Ich verändere mich. Ich werde älter, erfahrener, sicherer in meinem Handwerk...
















