Das Wichtigste vom Tag
Dienstag, 26. Mai 2026
Şipal erhält Hermann-Sudermann-Preis für Dramatik ++ Schauspieler Křesćan Bart gestorben
Assoziationen: Berlin Sachsen Dossier: Neue Dramatik Deutsches Theater (Berlin) Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Berlin: Şipal erhält Hermann-Sudermann-Preis für Dramatik
Der Dramatiker und Drehbuchautor Akın Emanuel Şipal erhält für sein Stück „Der Zauberer von Öz. Opus Özil“ den diesjährigen Hermann-Sudermann-Preis für Dramatik, wie die Hermann-Sudermann-Stiftung und das Deutsche Theater Berlin mitteilten. Das 1991 im Ruhrgebiet geborene, zwischen Gelsenkirchen, Adana und Istanbul aufgewachsene Autorentalent beschäftigt sich in seinen Theatertexten immer wieder mit den Beziehungen zwischen der Türkei und Europa sowie Fragen nach Identität und politischer Instrumentalisierung von Narrativen. Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 15. Juni 2026 vor der Aufführung „Der Zauberer von Öz – Eine Fußballtragödie“ als Gastspiel des Theater Bremen im Deutschen Theater Berlin verliehen.
Şipal wurde 1991 in Essen im Ruhrgebiet geboren und wuchs zwischen Gelsenkirchen, Adana und Istanbul auf. Er studierte Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und arbeitet neben seiner Theaterarbeit als Drehbuchautor; seine Kurz- und Langfilme liefen auf internationalen Festivals wie dem Festival des Films du Monde de Montréal, dem Shanghai International Film Festival und dem Cairo International Film Festival. Für sein Debütstück „Vor Wien“ gewann er 2012 den bundesweiten Wettbewerb „In Zukunft“, für „Santa Monica“ erhielt er den Förderpreis Literatur der Kulturbehörde Hamburg; in der Spielzeit 2016/17 war er Hausautor am Nationaltheater Mannheim, von 2017 bis 2019 Hausautor am Theater Bremen.
Bautzen/Hamburg: Schauspieler Křesćan Bart im Alter von 91 Jahren gestorben
Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen hat den Tod des Schauspielers Křesćan Bart bekanntgegeben, der am 15. Mai im Alter von 91 Jahren in Hamburg verstarb. Bart, 1934 im oberlausitzischen Uhyst an der Spree geboren, gehörte 1948 zu den Gründungsmitgliedern des Bautzener Hauses und war von 1958 bis 2005 Mitglied des Ensembles.
Der dreisprachig aufgewachsene Künstler studierte Slawistik in Leipzig und begann seine Laufbahn am Deutsch-Sorbischen Volkstheater als Assistent für Regie und Dramaturgie, bevor er 1961 seine Schauspielprüfung ablegte. Neben seiner Tätigkeit auf der Bühne führte er Regie, förderte den Nachwuchs, leitete ab 1998 die Hochožaner Laientheatergruppe mit regelmäßigen sorbischen Inszenierungen und arbeitete als Übersetzer. Das Theater würdigte insbesondere Barts Verdienste um die Bewahrung und Lebendigkeit der sorbischen Sprache, zu der er als Sprachbetreuer des Hauses maßgeblich beitrug.
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Redaktionsschluss: 15:15 Uhr
Erschienen am 26.5.2026


















