Ein Angebot, das Du nicht ablehnen kannst
von Dan Richter
Erschienen in: Improvisationstheater (Bd. 3) – Die Magie der Szene (10/2025)
2.1 Blinde Angebote
2.2 Schwache Angebote
2.3 Starke Angebote
2.4 Über-Angebote
2.5 Fragen oder nicht fragen, das ist die Frage
2.6. Körperliche Angebote
2.6 Narrative Angebote
2.7. Angebot eines Games
Ein Angebot ist die Definition einer szenischen Realität, mit der der Partner weiterspielen kann.
Ein Ziel des Improvisations-Studiums besteht darin, dass wir grundsätzlich in der Lage sind, mit jedem Angebot zu spielen und jeder scheinbaren Sinnlosigkeit zu großem Glanz zu verhelfen.
Nun liegt aber auf der Hand, dass es sich mit einigen Angeboten besser spielen lässt als mit anderen. Und natürlich streben wir danach, unsere Mitspieler zu inspirieren, ihre Spiellust hervorzukitzeln.
Wir unterscheiden zwischen:
− blinden Angeboten
− schwachen Angeboten
− starken Angeboten
− Überangeboten
Schauen wir uns diese Angebote im Einzelnen an:
2.1 Blinde Angebote
Als blindes Angebot bezeichnen wir das kleinstmögliche Angebot, das dem Mitspieler extrem viel Interpretationsspielraum bietet.
- Eine Geste, z.B. eine ausgestreckte Hand.
- Eine Emotion, z.B. sich seufzend auf den Stuhl setzen.
- Status, z.B. dem Mitspieler wortlos in Hoch- oder Tief-Status begegnen.
- Einen gemimten Gegenstand etablieren, z.B. ein Glas Wasser trinken.
- Ein Satz, der Tausende Möglichkeiten offenlässt, z.B.: „In Ordnung.“
Das Schöne an blinden Angeboten – nämlich der ungeheure Spielraum an...

.jpeg&w=3840&q=75)















