Theater der Zeit

Wie unsere Sinne zusammenarbeiten

von Viola Schmidt

Erschienen in: Mit den Ohren sehen – Die Methode des gestischen Sprechens an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin (04/2019)

Abb. 15 Maluma Takete
Abb. 15 Maluma TaketeFoto: Philipp Kronenberg

Wir sehen, hören, schmecken, riechen, fühlen, erleben den Raum in uns wie den Raum um uns herum. Unsere Sinne arbeiten zusammen. Multisensorische Interaktion ist eine Fähigkeit, die unser Überleben sichert. Geschmack und Geruch sind eng aneinander geknüpft. Wenn ein Schnupfen unseren Geruchssinn einschränkt, spüren wir, welche Auswirkungen das auf unseren Geschmackssinn hat. Die Farbe und Konsistenz von Speisen kann unser Geschmacksempfinden verändern. Intensive Sinnesreize lösen eine hohe neuronale Aktivität in den Wahrnehmung verarbeitenden Arealen unseres Gehirns aus. Wahrnehmungsmodalitäten in benachbarten Hirnregionen beeinflussen sich gegenseitig. Manchmal reicht es aus, müde und schlecht aufgestellte Studierende auf die Vielfalt ihrer Wahrnehmungsmöglichkeiten zu verweisen, und sie werden wacher, öffnen sich, ihre Stimmung steigt, und die Stimme transportiert diese Stimmung. Der Körper richtet sich aufgrund der nach außen gerichteten Wahrnehmung auf natürliche Weise aus, der Atem schließt sich an, öffnet neue Wahrnehmungsräume, die Stimme lässt den Körper erklingen und erobert den ihn umgebenden Raum.

Diese gelöste Handlungsbereitschaft bezeichnet Volkmar Glaser, der Begründer der Psychotonik, als Transsensus oder ein Über-sich-hinaus-Spüren. „Der Vollzug des Transsensus ist an eine persönliche Entscheidung zur Hinwendung auf die Umwelt gebunden.“86 Innerer und äußerer Raum treten in Kontakt. Wir nehmen die Wirklichkeit durch all unsere Wahrnehmungskanäle in uns auf, konstruieren sie...

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