Theater der Zeit

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Erschienen in: Recherchen 155: TogetherText – Prozessual erzeugte Texte im Gegenwartstheater (12/2020)

Miriam Dreysse ist Theaterwissenschaftlerin und unterrichtet an der Universität Hildesheim und der UdK Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind zeitgenössisches Theater und Performance, Gender Theorie, Inszenierungen von Geschlechtsidentität, Mutterschaft und Familie.

Kai van Eikels ist Philosoph sowie Theater- und Literaturwissenschaftler. Er lehrt Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. anarchische Kollektivformen wie Schwärme oder Smart Mobs sowie Kunst und Arbeit, Politiken des Performativen, das Verhältnis von Synchronisierung, Zeit und Materialität.

Monika Gintersdorfer ist Regisseurin und Mitbegründerin der Theater/Performance-Gruppen Gintersdorfer/Klaßen und La Fleur. Gemeinsam mit transnationalen Darsteller*innenteams entwickelt sie weltweit aufgeführte genreübergreifende Produktionen zwischen Club und Theater, Tanz und Film. Sie ist Gründungsmitglied der Akademie der Künste der Welt.

Anna Häusler und Tanja Prokić sind Literaturwissenschaftlerinnen am SFB »Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung« (TU Dresden). Anna Häusler forscht u. a. zum Verhältnis von Narration und Ereignis, zu Phänomenen des Storyboarding, zur Intermedialität der Fotografie und zur Theatralität von Herabsetzung. Tanja Prokić forscht u. a. zu neuen Theoriebildungen für ein Theater im digitalen Zeitalter und zu visuellen Kulturen des Films, Fernsehens, der Fotografie und Literatur.

Anja Kerschkewicz und Eva Kessler sind Gründungsmitglieder des Performancekollektivs Frauen und Fiktion, das in recherchebasierten Performances zu Geschlechterrollen forscht. Anja Kerschkewicz ist Szenografin und Regisseurin. Sie leitet als Kuratorin die Nachwuchsplattform We Present am Lichthof Theater Hamburg und unterrichtete u. a. an der HfG Karlsruhe und der UdK Berlin. Eva Kessler hat Schauspiel und Angewandte Theaterwissenschaft studiert. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit gibt sie Kreativ-Workshops und Kommunikations-Seminare für die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin.

Daniel Ladnar und Esther Pilkington sind Performancemacher*innen und -forscher*innen. Beide sind Begründer*innen von random people, einer Plattform für kollaborative Projekte im Bereich Performance. Sie arbeiten u. a. zur Geschichte der Performancekunst und ihrer Dokumentation, zu Tourismus und Mobilität und zu alternativen Populärkulturformaten. Die Projekte manifestieren sich u. a. als Lecture Performances, Fotografien, Instruction Pieces, Durational Performances und Workshops.

Sybille Meier ist Dramaturgin am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg und arbeitet seit vielen Jahren mit SIGNA, Katie Mitchell, René Pollesch und Viktor Bodó zusammen. Sie unterrichtet regelmäßig u. a. am Institut für Medienkultur und Theater der Universität Köln, an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Theaterakademie Hamburg.

Nikolaus Müller-Schöll lehrt Theaterwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Er forscht u. a. zu politischen und polizeilichen Dramaturgien, skriptbasiertem Theater, Theaterarchitektur als gebauter Ideologie und Darstellen »nach Auschwitz«. Zudem ist er als Dramaturg, Übersetzer, Wissenschaftsjournalist und Kritiker tätig.

Karin Nissen-Rizvani ist Theaterwissenschaftlerin und Dramaturgin. Sie hat die künstlerische Leitung des Hamburger Klabauter Theaters inne. Schwerpunkte ihrer Forschung sind u. a. Dramaturgien und Textformen des Gegenwartstheaters. Als Dozentin unterrichtet sie an der Universität Hamburg und an der Theaterakademie Hamburg.

Antje Pfundtner in Gesellschaft (APiG) steht für die unterschiedlichen künstlerischen Aktivitäten der Hamburger Choreografin Antje Pfundtner, die sie zusammen mit dem Kernteam Anne Kersting (Dramaturgie), Hannah Melder (Produktionsmanagement, PR und Marketing) und Jana Lüthje (Distribution und Company Development) sowie mit wechselnden Gästen und Kolleg*innen entwickelt. APiG inszeniert Bühnenstücke und initiiert kollaborative Räume sowie Formate künstlerischen Teilens.

Julia Prager ist Komparatistin. Sie lehrt an der Technischen Universität Dresden. Sie forscht u. a. zu medialen, räumlichen und politischen Relationenbildungen in Theater, Performance und Protest, zum Theater der Anderssprachigkeit, zu Rhetorik und Körper sowie im Feld der Gender Studies.

Anne Rietschel ist Dramaturgin, Textarbeiterin und Produktionsleiterin. Sie war als Dramaturgin am Thalia Theater Hamburg und dem Staatsschauspiel Dresden engagiert und arbeitet mittlerweile meist an selbst produzierten Rechercheprojekten. Derzeit promoviert sie an der Universität Hamburg über den jugendlichen Blick auf die Wendezeit in der Gegenwartsliteratur.

Martin Jörg Schäfer lehrt Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Theaterforschung an der Universität Hamburg. Er forscht u. a. zum Verhältnis von Theater und Text, zu Fiktionen des Politischen, zu Traditionsbrüchen und Krisennarrativen (etwa bezüglich Arbeit, Nichtarbeit und Kunst) sowie zu Gegenwartstheater und -performance.

Stefan Tigges lehrt und forscht an den Schnittstellen von theoretischer und künstlerischer Ausbildungspraxis beziehungsweise Schauspiel und Bühnenbild am Institut für Schauspiel an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, wo er sich ebenso mit einer Schrift über das Theater von Jürgen Gosch und Johannes Schütz habilitierte, sowie an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland.

Katrin Trüstedt lehrt am Department for Germanic Languages and Literatures der Yale University. Sie forscht u. a. zum Verhältnis von Recht und Literatur, zur Philosophie des Theaters und der Literatur, zum Verhältnis von Tragödie und Komödie sowie zur Beziehung von Literatur und Lebenswissen.

Christina Zintl ist Geschäftsführende Dramaturgin am Staatstheater Nürnberg. Von 2011 bis 2018 war sie Dramaturgin des Theatertreffens und Leiterin des Stückemarkts. Bei ihren weiteren dramaturgischen Arbeiten betreut und kuratiert sie immer wieder interdisziplinäre und transnationale Projekte in Kooperation mit der Freien Szene.

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