Gratulation
TdZ+ ProÜber den Kopf direkt ins Herz
von Ulrich Maly
Erschienen in: Mutige Sprünge und große Wellen – 40 Jahre theater pfütze (06/2026)
Kaum sind 40 Jahre um, schon frage ich mich und euch: Wer kam eigentlich auf den Namen? Und warum?
Warum heißen Kindertheater nicht einfach Nürnberger Kindertheater oder so ähnlich, sondern Mummpitz, Salz und Pfeffer, Rootslöffel … oder eben Pfütze? Eigentlich ein durch und durch negativ belegtes Wort. Ist im Weinglas nur noch eine kleine Pfütze drin – nicht schön. Steigt man mit hellen Sommerschuhen in dieselbe – auch nicht schön. Außerdem ist es auch ein sehr schwieriges Wort, zum Beispiel für Münsteraner wie Matthias Everding, der „Pf“ immer wie „Ff“ ausspricht. So verkorkst ging das also los mit dem Theater Ffütze.
Ein Köfferchen voll Requisiten, eine Handvoll Schauspieler:innen, da und dort noch eine wilde Mütze, ganz viel Idealismus und ganz wenig Geld – so habt Ihr damals begonnen, durch Kitas, Schulen und Vereinsheime zu tingeln. Die festen Spielstätten in der Oberen Kanalstraße und jetzt oben bei den Sebalder Höfen kamen ja erst viel später, die prekären Verhältnisse blieben fast dauerhaft.
Weit mehr als hundert Produktionen dürften es bis heute sein. Wobei man das, was Ihr wirklich produziert, nicht auf dem Spielplan lesen kann: Gefühle wie Freude, Trauer, Nachdenklichkeit, reine Heiterkeit und tiefer Ernst entstehen erst in den Köpfen der kleinen...















