Der Rhythmus der Szene
von Dan Richter
Erschienen in: Improvisationstheater (Bd. 3) – Die Magie der Szene (10/2025)
18.1 Rhythmus und Zeitgefühl trainieren
18.2 Tempo oder Hektik / Ruhe oder Lahmheit
18.3 Timing und Komik
18.4 Gemeinsames Im-Moment-Sein
Zuschauer bemerken den Rhythmus einer Szene meist solange nicht, bis er fehlt. Ein zu lahmes Impro-Game, eine sich in die Länge ziehende Exposition, eine hektische Pantomime lösen beim Zuschauen Unruhe aus. Wie also trainieren wir als Spieler unser Rhythmusgefühl und worauf kommt es dabei an?
18.1 Rhythmus und Zeitgefühl trainieren
Impro-Anfänger neigen oft zu verholperndem Rhythmus. Entweder sie denken nach oder sie sind so verliebt in eine Idee, dass sie sie bei der erstbesten Gelegenheit einbringen wollen, dabei aber verpassen, was auf der Bühne gerade geschieht.80
Impro-Spieler brauchen Vertrauen in ihre eigene Improvisationsfähigkeit. Sie müssen lernen, dass es gut ist, Ideen loszulassen, denn neue Ideen entstehen immer wieder durch die freie Assoziation.
Übung Rhythmisch Assoziieren
Wir gehen von der Grund-Übung Freies Assoziieren aus: Alle Spieler im Kreis. Der erste Spieler sendet einen Begriff zu einem Mitspieler, dieser assoziiert einen Begriff und sendet ihn zum nächsten. Und so weiter. Um Rhythmus zu trainieren, werden die Begriffe in einem bestimmten Takt gesendet. Nicht langsamer und nicht schneller. Es empfiehlt sich, dieses Spiel eher ruhig zu spielen, damit kein Gefühl von Druck...

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