Marie Johannsen, Cornel Hüsch und David Michalski im Gespräch
Sonntag, der 21. September 2025. Der letzte Tag der Festwoche am Rheinischen Landestheater Neuss zum einhundertjährigen Jubiläum ist angebrochen. Mit einer Woche voller Veranstaltungen im Rücken und in Vorfreude auf die Premiere des Zweipersonenstücks »Konstellationen« auf der Kleinen Bühne, gefolgt vom Festkonzert der Düsseldorf Düsterboys auf der Großen Bühne als Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten treffen sich drei Menschen zu Kaffee und den Resten der Geburtstagstorte im Intendantinnenbüro: Marie Johannsen (Intendantin des Rheinischen Landestheaters), Cornel Hüsch (Vorsitzender des Trägervereins des Rheinischen Landestheaters) und David Michalski (Verwaltungsdirektor des Rheinischen Landestheaters). Die Party nach dem offiziellen Jubiläumsfestakt und der anschließenden Uraufführung von »Die Prinzipalin« ging bis zum frühherbstlichen Tagesanbruch, nun schenkt die Intendantin am späten Nachmittag Kaffee ein, der Verwaltungsdirektor bietet Haferdrink und Milch an.
Festakt zum Jubiläum des Rheinischen Landetheaters vom 20. September 2025, (v. l. n. r.): Cornel Hüsch, Mona Neubauer, Marie Johannsen, Reiner Breuer, David MichalskiFoto: Matthias Jung
Johannsen: Ein schöner Festakt gestern! Und ein so passendes Motto: »Blick zurück nach vorn«. Das ist eigentlich ein superschönes Wortspiel. Gerade für ein Jahrhundert … Meine Oma ist hundert Jahre alt geworden und schaute so auch auf ein Jahrhundert zurück – ja, bevor sie gestorben ist. Das ist natürlich das, was wir dem Theater nicht wünschen. Nur leider Gottes haben Omas eine begrenzte Lebenserwartung, Theater hingegen nicht – die sind unsterblich. Das finde ich ja schon ganz schön toll. Und trotzdem blicken meine Oma und dieses Theater wahrscheinlich auf eine sehr ähnliche Zeit zurück – also beispielsweise auf einen Krieg, auf eine Vor- und Nachkriegszeit. Vorkriegszeit, weil man es zu dem Zeitpunkt vielleicht noch nicht geahnt hat, die Zwanzigerjahre – ein Hoffnungsschimmer. Jetzt genau vor hundert Jahren. Eine Zeit, in der wir jetzt eigentlich auch wieder sind und wo man sich diese Hoffnung wünscht auf Besserung, raus aus der Krise.
Hüsch: Also mir hat vor allem die Überlegung bei dem »Blick zurück« klargemacht, dass das Theater, wenn es sich nicht verändert, keine Überlebenschance hat – sondern in den hundert Jahren in Neuss, aber auch anderswo, bewiesen hat, dass die stetige Änderung das Kontinuum ist. Also es gibt nichts,...
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