Theater der Zeit

Das Wichtigste vom Tag

Mittwoch, 21. Januar 2026

Neue Doppelspitze am Theater Miersch/Luxemburg ++ Großer Kunstpreis Berlin 2026 für Meredith Monk ++ Berliner Literaturpreis 2026 für Matthias Nawrat ++ Berliner Ensemble sammelt 90.000 Euro für die Kältehilfe der Berliner Stadtmission

Assoziationen: Europa Berlin Akademie der Künste Berlin Berliner Ensemble

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Miersch/Luxemburg: Olivier Garofalo und Pit Ewen bilden neue Doppelspitze am Theater Miersch

Wie das Mierscher Theater mitteilt, übernimmt ab 1. August eine neue Doppelspitze die Leitung des Hauses. Olivier Garofalo, geboren 1985, wird als Directeur artistique fungieren, während Pit Ewen, geboren 1993, den Posten des Directeur übernimmt. Der Verwaltungsrat hat beide Kandidaten einstimmig gewählt. Garofalo bringt langjährige Erfahrung als Dramaturg und Dramatiker an deutschen Stadttheatern mit, Ewen ist bereits seit 2021 am Mierscher Theater tätig. Unter der neuen Leitung sollen verstärkt junge Regisseure gefördert, internationale Kooperationen ausgebaut und regelmäßig ein Schul- und Jugendtheaterfestival organisiert werden.

Der Findungskommission des Mierscher Theaters gehörten an: Marc Fischbach, Paul Ensch, Marcel Origer, Léon Wantz, Claude D. Conter und Odile Simon.

Das Mierscher Theater wird Mitte 2027 saniert und dann 2028 unter der neuen Doppelspitze wiedereröffnet. Die Spielzeit 2026/2027 verantwortet noch Claude Mangen.

 

Berlin: Großer Kunstpreis Berlin 2026 für Meredith Monk

Die US-amerikanische Komponistin und Sängerin Meredith Monk (83) erhält den Großen Kunstpreis Berlin 2026. Wie die Akademie der Künste mitteilte, würdigt die Auszeichnung das Lebenswerk der 1942 in New York geborenen Künstlerin. Damit wird der Preis dieses Jahr gemäß dem wechselnden Spartenturnus in der Sparte Musik verliehen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird am 18. März übergeben.

Als Komponistin, Vokalkünstlerin, Regisseurin und Choreografin hat Monk neue Opern, Musiktheater, Filme und Installationen geschaffen, die ihr Zentrum in einem interdisziplinären Performanceansatz haben. Ihr Werk  „Quarry: an opera in three movements“ (1976) nannte die Jury (bildeten die Komponistinnen Carola Bauckholt und Iris ter Schiphorst, das Direktorium der Sektion Musik der Akademie der Künste, sowie Christine Fischer, Intendantin der Stuttgarter Institution Musik der Jahrhunderte) „bahnbrechend“.

Gemeinsam mit dem Großen Kunstpreis werden sechs jeweils mit 5.000 Euro dotierte Kunstpreise Berlin in den jeweiligen Sektionen der AdK verliehen: In diesem Jahr an die in der Ukraine geborene Künstlerin Daria Chernyshova (Bildende Kunst), die palästinensischen Architekten Elias und Yousef Anastas aus Bethlehem und Paris (Baukunst), die schwedische Sängerin (Sopran), Komponistin und Vokalistin Sofia Jernberg (Musik), die deutsche Schriftstellerin Jayne-Ann Igel (Literatur), den österreichischen Künstler Matthias Jakisic (Darstellende Kunst) und an das unabhängige Filmkunstkino FSK Kino Berlin (Film- und Medienkunst).

Berlin: Berliner Literaturpreis 2026 für Matthias Nawrat

Der Schriftsteller Matthias Nawrat wird mit dem Berliner Literaturpreis 2026 ausgezeichnet. Die Stiftung Preußische Seehandlung würdigt damit sein herausragendes literarisches Schaffen und verleiht den mit 30.000 Euro dotierten Preis an den in Opole geborenen und seit 14 Jahren in Berlin lebenden Autor, wie die Stiftung bekanntgab. Der Preisjury (Maja Beckers, Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann, Dr. Sonja Longolius, Dr. Wiebke Porombka und Prof. Dr. Julia Weber) würdigte seine Fähigkeit, Matthias Nawrat unter anderem dafür, dass er einen „eingeschränkten westlichen Horizont immerzu aufreißt und den Blick in alle Richtungen öffnet“.

Mit der Auszeichnung ist zudem eine Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin für das Sommersemester 2026 verbunden. Die feierliche Verleihung findet am 25. Februar 2026 um 19 Uhr im Festsaal des Roten Rathauses statt.

 

Berlin: Berliner Ensemble sammelt 90.000 Euro für die Kältehilfe der Berliner Stadtmission

Das Berliner Ensemble und sein Publikum haben in diesem Winter gemeinsam 90.000 Euro für die Kältehilfe der Berliner Stadtmission gesammelt – so viel wie nie zuvor. Die Spendenaktion, die das Theater seit mehreren Jahren im Dezember nach Vorstellungen und beim Kartenverkauf durchführt, wurde nach einem Brandanschlag auf mehrere Kältebusse Ende Dezember kurzfristig bis zum 18. Januar 2026 verlängert. Intendant Oliver Reese übergab die Spendensumme in dieser Woche an Christian Ceconi, Vorstand der Berliner Stadtmission, und dankte dem Publikum für die große Welle der Solidarität.

 

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Redaktionsschluss: 15:00 Uhr

Erschienen am 21.1.2026

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