Rückblick
Ein Jahrhundert Theater
Erschienen in: Blick zurück nach vorn – Ein Jahrhundert Rheinisches Landestheater Neuss (12/2025)
Assoziationen: Theatergeschichte Marie Johannsen Bettina Jahnke Rheinisches Landestheater Neuss

Gründung Rheinisches Städtebundtheater am 17. August 1925
Ziel der Gründung war es, theaterlose Städte und Gemeinden im Raum des nördlichen Rheinlands und in einem Großteil des Ruhrgebiets mit künstlerisch wertvollen Schauspielaufführungen zu bespielen. Die Stadt Neuss hatte den Vorsitz im Aufsichtsrat der Theater GmbH und stellte ein spielfertiges Haus, Garderoben und Büroräume zur Verfügung. Die Eröffnungspremiere fand am 4. Oktober 1925 mit »Agnes Bernauer« von Friedrich Hebbel im Zeughaus am Markt statt. Die erste Spielstätte hatte Platz für 600 Zuschauer:innen.
1925–28
Intendant Richard Jost
1928–30
Intendant Fritz Kranz
1930–33
Intendant Hanns König
1934–44
Intendant Robert Sawallich
1933–34
Intendant Heinrich Voigt
ab 1933
Die Theater wurden durch die Reichstheaterkammer kontrolliert, die erste »nationale« Spielzeit war 1933/34 und der Spielplan wurde an eine nationalsozialistische Ausrichtung angepasst.
1938
Das Theater befand sich in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. In der Spielzeit 1937/38 wurde das Rheinische Städtebundtheater organisatorisch neu aufgestellt – »als wertvolles Instrument der nationalsozialistischen Kulturpflege« – und in Rheinisches Landestheater Neuss e. V. umbenannt.
Anstelle einer GmbH trat nun ein Verein. Dessen Vorsitzender war Heinrich Haake, Oberpräsident der Rheinprovinz. Am 24. September 1938 fand die Gründungsversammlung statt.
1933–34
Das Rheinische Landestheater fungierte während des Zweiten Weltkriegs als Fronttheater in den besetzten Gebieten...
















