Mehrere hundert Kilo Material, unzählige Dokumente, übersetzte Texte, internationale Teams und ein komplexes Logistiknetz: Wenn ein Theaterstück auf Reisen geht, wird weit mehr transportiert als nur Bühnenbild und Technik. Ein Blick hinter die Kulissen eines mobilen Theateralltags zwischen Zollformularen, Speditionen und Improvisation vor Ort.
Ein VW-Transporter, Alu-Kisten und Flight Cases in verschiedenen Größen, teilweise mit Rollen, LKW-Planen, um Dinge einzupacken, die nicht in Kisten passen, Gurte, Alu-Schienen, um schwere Kisten ins Auto oder über Stufen zu rollen, Technikblätter in verschiedenen Sprachen und Varianten, Packlisten für verschiedene Stücke, in unterschiedlichen Fassungen und Sprachen, digitale Vorlagen für das berühmt-berüchtigte Carnet ATA (Zolldokument für vorübergehende Verwendung von Waren im Ausland), Kontakte zu Speditionen, Bodentücher und Backdrops, um verschiedenste Räume zu nutzen, (teils spezielle) Ton- und Lichttechnik inkl. Kabel für Orte, die keine Theatertechnik haben, einen antiken Lichtcomputer umgerüstet auch für 60 Hz und Netzgeräte für 120 V (beides in Amerika nötig), Adapter für viele Länder der Welt – wir wünschen uns oft, es wären weniger Dinge, mit denen wir reisen, aber die vor Ort besorgte Holzbank klingt anders, das Schweißgerät hat dieselbe Leistung, ist aber nicht rot, sondern blau. Bei einem musikalisch-visuellen Theaterstück ist all das entscheidend und wir können nicht darauf verzichten....