Auf dem Weg zu den schönsten Arbeitsplätzen der Welt
Die Heidelberger Schlossfestspiele und das Barockfest Winter in Schwetzingen
von Ulrike Schumann
Erschienen in: Live und in HD – Intendanz Holger Schultze 2011–2026 (04/2026)

Sommer
Es gibt viele Wege, um hoch zum Heidelberger Schloss zu gelangen. Man kann zum Beispiel über nicht enden wollende Treppen emporsteigen. Und wem die Puste ausgeht, dem sei zur Ablenkung empfohlen, die Stufen zu zählen.
Dann gibt es die Bergbahn, doch Achtung! In der Sommersaison heißt es: Zeit mitbringen! Der Andrang ist groß. Manch eine*r unserer Theaterkolleg*innen ist schon in die Bredouille geraten, um pünktlich zum Probenbeginn oben zu sein. Moment: pünktlich? Probe? Ja, kein Quatsch. Das Heidelberger Schlossareal verwandelt sich im Juni und Juli zur Außenspielstätte des Theater Heidelberg. Ab Mitte April bauen die Gewerke, unterstützt von tatkräftigen Aushilfen (denn der Betrieb unten im Stammhaus läuft ja noch unvermindert weiter), Publikumstribünen, Beleuchtungstürme und Spielpodien auf und verwandeln Schlosshof, Dicken Turm und Englischen Bau in eines der vielseitigsten Open-Air-Theater unseres Landes. Zelte für Technik, Garderobe und Maske werden aufgestellt, und der Fasskeller im Schlossgewölbe wird zur Großgarderobe umgestaltet. Danach ziehen die Ensembles aller Sparten hoch in die Sommerfrische – im wahrsten Sinne des Wortes, denn zwischen hochsommerlichen Temperaturen und extremer Frische kann man das gesamte Wetterspektrum in diesen Wochen am eigenen Leib erfahren. Ich selbst erinnere mich an Proben fürs »Weiße Rössl«, die wir in Wintermänteln und Skihosen begannen,...

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