Die jungeMET
Das kleine Wunder aus der Region
von Joscha Schaback
Erschienen in: Mutige Sprünge und große Wellen – 40 Jahre theater pfütze (06/2026)
Assoziationen: Musiktheater Kinder- & Jugendtheater Theater Pfütze

Die Gründer der jungenMET hatten ein klares Verständnis von ihrer Kunst. Als die Sparte 2012 eröffnet wurde, forderten sie ein zeitgenössisches Musiktheater, das das Erleben von Kindern und Jugendlichen ernst nimmt und ihnen keine Erwachsenensicht überstülpt. Neue Kompositionen, Inszenierungsästhetiken und eine kooperative Arbeitsweise sollten das Genre in Uraufführungen erproben. Die Pfütze wollte dabei an die elaborierten Möglichkeiten des Kindertheaters anknüpfen. „Die Erzählweisen des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland haben sich in den letzten 30 Jahren äußerst komplex und hochkreativ weiterentwickelt“, schrieben die Macher in ihrer Eröffnungsbroschüre.
„Vor diesem Hintergrund reicht es heute nicht mehr aus, ein bekanntes und gängiges Opernrepertoire in kindgerechten Bearbeitungen als alleinigen Ansatzpunkt einer entsprechenden Entwicklung zu wählen. (…) Es gilt also, neue Libretti und Partituren zu schaffen, die sich originär mit unseren zeitgenössischen dramaturgischen und ästhetischen Entwicklungen verbinden.“
Diese Anstrengung, erklärten die Spartengründer, müsse Teamarbeit sein, um dem Gesamtkunstwerk Musiktheater auf allen Ebenen zu seinem Recht zu verhelfen. „Text, Musik und Szene sollen in einem teamorientierten Produktionsprozess offen sein. Librettisten, Komponisten, Regieteam, Darsteller, Musiker und Theaterpädagogen erarbeiten also weitgehend gleichberechtigt eine stimmige und durch ausreichende Kontroverse gewachsene Aufführung.“ Die Möglichkeiten des freien Theaters kämen dem Musiktheater entgegen: „Ein zeitgemäßes Musiktheater für junge Menschen kann innerhalb der...















