Bauen ohne Pause
Ein Theater, das uns allen gehört!
von Claudia Schmitz
Erschienen in: D’haus. Düsseldorfer Schauspielhaus 2016–2026 – Schauspiel – Junges Schauspiel – Stadt:Kollektiv (05/2026)
Mein erstes Gespräch mit Wilfried Schulz ist mir noch heute in Erinnerung. Ein Telefonat zwischen Dresden und Braunschweig. Es ging um das Düsseldorfer Schauspielhaus. Um eine Zusammenarbeit zwischen uns. Er sagte, er sei ein Langstreckenläufer und suche jemanden, der bereit sei, mit ihm zusammen ins Risiko zu gehen.
Das passte für mich, als Marathonläuferin fühlte ich mich auf der Langstrecke zu Hause und war in meiner Arbeit immer schon der Überzeugung gefolgt, dass gerade im Bereich Verwaltung der Mut zur Gestaltung der entscheidende gamechanger ist.
Ein paar Jahre später, Ende 2016, sechs Monate nach unserem gemeinsamen Start als Geschäftsleitung eines Theaters ohne Theater, verabredeten unsere Träger – das Land Nordrhein-Westfalen und die Landeshauptstadt Düsseldorf – mit uns, das Düsseldorfer Schauspielhaus bis zu seinem fünfzigsten Geburtstag am 16. Januar 2020 umfassend zu sanieren und zu modernisieren.
Mit dem Ziel, das offensichtlich vernachlässigte denkmalgeschützte Haus für die neue städtebauliche Situation in einen würdevollen Zustand zu bringen.
Im Bestreben, die nicht nur wegen des Kö-Bogen II, sondern auch wegen der Baustelle im eigenen Haus deutlich verlängerte Schließzeit sinnvoll zu nutzen.
Unter der Voraussetzung, dass wir als Geschäftsleitung für diese Sanierung und Modernisierung der öffentlichen Bereiche als Bauherren verantwortlich zeichnen.
Und so kamen zwischen...

















