Stück
Geisterstück
von Fabienne Dür
Erschienen in: Theater der Zeit: Gefängnistheater (04/2026)
Assoziationen: Stücke Dossier: Neue Dramatik
Das Gespräch mit der Autorin finden SIe hier
Figuren
Boss Chef der Geisterbahn und Live-Erschrecker, trägt meistens ein Draculakostüm
Sunny Live-Erschreckerin, trägt meistens ein Sensenmannkostüm
Marina Ticketverkäuferin, hat kein Kostüm, hätte aber gern eins
Ort
Das Stück spielt überwiegend vor der Geisterbahn „Geisterhaus“.
Sie steht fest verankert im Erdgeschoss eines Shoppingcenters, wie es überall stehen könnte (links Lush, rechts H&M und McDonald’s etc.).
Über dem Eingang leuchtet einladend in schaurigen LED-Lettern: GEISTERHAUS.
Darunter – durch das Maul eines riesigen Höllenhundes mit spitzen, blutverschmierten Zähnen – führt eine Rolltreppe ins Untergeschoss.
Hereinspaziert, hereinspaziert.
© Verlag der Autoren Frankfurt am Main, 2025
Das Theaterstück ist im Rahmen der Hausautor:innenschaft am Institut für theatrale Zukunftsforschung im Zimmertheater Tübingen entstanden.
Die Arbeit der Autorin am vorliegenden Theaterstück wurde vom Deutschen Literaturfonds e. V. gefördert.
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hereinspaziert,
hereinspaziert
1
Vor dem „Geisterhaus“: Sunny, Marina und Boss. Schichtbeginn.
Sunny drückt auf einen Knopf. Die Leuchtschrift über dem Eingang beginnt flackernd zu leuchten.
Boss räuspert sich. Spricht in ein Mikro, direkt zum Publikum:
Boss früher
in fernen Zeiten
in dunklen Jahren
Er dreht an zwei Knöpfen. Klopft zwei Mal auf das Mikro. Räuspert sich.
Jetzt mit Hall und gruseligem Soundeffekt oder vielleicht spricht er nur etwas tiefer:...



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