Gespräch mit einer Kuratorin aus Berlin mit praktischer Erfahrung und Gestaltung von Politik. Sie nennt diese Erfahrung das Gegenteil von „Denken ohne Geländer“
Wir befragen mit unserem Begriff des Curazäns den des Anthropozäns: Beschreibt er nicht vielmehr, mittels unterschiedlicher Marker, die Zerstörfähigkeiten des „Menschen“? Und käme es nicht auch darauf an, unsere Wahrnehmung auf die Regenerationsfähigkeiten zu richten, von allen Lebewesen?
Unbedingt, das Anthropozän ist eine hochmütige, narzisstische, auf Hybris beruhende, überwiegend männliche und männlich konnotierte Machtdemonstration, eine zerstörerische Erhebung über die sie umgebende Mitwelt.
Und wenn wir nun unsere Wahrnehmung von diesem Anthropozän abwenden: In dem von Ihnen entworfenen Fonds für Ästhetik und Nachhaltigkeit (FÄN) wird eine Ästhetik im Werden beschrieben, nämlich die „Wahrnehmung und Erkenntnis durch sinnlich-leibliche Erfahrung zu erweitern. Es geht um die Stärkung der Vorstellungskraft, um das Unterstützen des Spekulativen“. Ich würde sagen, dann sind wir bereits im Curazän: Die leiblich-sinnliche Erfahrung wäre dem rationalen Diskurs mindestens ebenbürtig. „Unsystematische Offenheit“ aber auch gegenüber anderen Wissensformen und Praxen: etwa „Corazonar“, mit dem Herzen denken. Wie kann ein Fonds diese Prozesse inspirieren und unterstützen, die mit dem Projektcharakter, den die Theaterwelt mitbringt, schwer zu synchronisieren sind?
„Corazonar“, mag ich; Mitte der 1980er Jahre schon gründete ich mit einem knappen Dutzend Eigenwilligen in den GRÜNEN/GAL Hamburg die Gruppe Herzensbildung; es ging uns um die Durchlässigkeiten zwischen Kunst, Wissenschaft, Ökologie und Politik. Nicht...
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