Kaum war das Theatertreffen vorbei, stand auch schon Berlins nächstes Theaterfest auf dem Plan, doch wie bereits im vergangenen Jahr versprachen die Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin viel und hielten wenig. Neben einer interessanten Auswahl an deutschsprachigen Inszenierungen, wie u. a. Darja Stockers „Nirgends in Friede. Antigone“ (Theater Basel) oder Henriette Dushes „In einem dichten Birkenwald, Nebel“ (Landestheater Detmold), verpufften die drei von der Jury auserkorenen Texte der Wettbewerbsgewinner, die in der Langen Nacht der Autoren gezeigt wurden, wie auch im Jahr zuvor durch leeres, naives Geplänkel und ließen einen Hauch von sinnentleerter Nichtigkeit zurück.
Den Anfang machte Jakob Nolte, der mit „Gespräche wegen der Kürbisse“ einen gewohnt absurden Theatertext präsentierte. Zwei Freundinnen, Anna Krachgarten und Elisabeth Mishima, treffen sich zum überfälligen Kaffeeklatsch und reden. Über Gott und die Welt, Flüchtlinge, einen ermordeten Vater, Raumfahrttechnik etc. Ein Dialogstück, gepaart mit einer Prise Dada und – wie bei Nolte üblich – mit viel Absurdität. Tom Kühnel, der den handlungsarmen Text für das DT inszenierte, konzentriert sich leider auf das allzu Offensichtliche: Er lässt Maren Eggert und Natali Seelig auf der Hinterbühne der Kammerspiele an einem Kaffeetisch sitzen und – reden. Während die Freundinnen aneinander vorbeisprechen, weil sie – wie die Drehbühne,...