Operationen
Erschienen in: Digitale Reihe: Informierte Unbestimmtheit – Zur Robotik im Theater (06/2026)
Originaltitel in der Printausgabe: IV.1 – Operationen
Die folgenden Praktiken betreffen Aspekte, die von Künstler:innen informiert werden können. Jedoch geht es hierbei weniger darum, Roboter als „Handlungsobjekte“1 zu verstehen, sondern mit Blick auf ihre Bestimmbarkeit einen Umgang zu ergründen, der in eine post‑anthropozentrische Praxis mündet. Denn sowohl in den Künsten als auch im Alltag sind wir zunehmend mit digitalen Phänomenen konfrontiert, die einen verantwortungsvollen Umgang mit ihnen erfordern, soll das Projekt eines mehr-als‑zwischenmenschlichen Miteinanders gelingen. Für ein Robo-thea-ter, das über ein anthropozentrisches Weltbild hinausgeht, stellt sich demnach die Frage, welche Operationen hierfür angemessen erscheinen.
IV.1.1 – Materielle Vulnerabilität
Die äußere Erscheinung von Robotern springt als Erstes ins Auge. Diese zu bestimmen, spielt vor allem in der sozialen Robotik, zu der ich eingangs auch die szenische Robotik gezählt habe, eine große Rolle, denn die Erscheinung beeinflusst unsere Beziehung zu ihnen. Bei den folgenden Vorschlägen handelt es sich um potenzielle Inszenierungspraktiken, die sich mit den materiellen Aspekten von Robo-Körpern und all ihren dazugehörigen Komponenten, die Teil der jeweiligen technologischen Konstellation sind, befassen. Demnach muss zum einen ein angemessener Umgang mit der materiellen Bestimmbarkeit von Figuration diskutiert werden und zum anderen, wie sich dieser innerhalb von Konstellationen gestalten lässt: (i) In meinen Augen ist das Verfremden von Figurationen eine...
















